Was ist eine Digital-Experience-Plattform (DXP)? Von CMS über WEM zu DXP

Eine Digital-Experience-Plattform (DXP) ermöglicht es Unternehmen, digitale Journeys zu konzipieren, zu steuern und zu optimieren. In diesem Leitfaden beschreiben wir, wie sie sich von einem CMS und später einem WEM weiterentwickelt hat und welche Vorteile eine DXP für Sie hat.

Einleitung

Twitter, YouTube, Snapchat, Instagram, Tik Tok, iPhones. 2005 gab es nichts davon. Gmail gab es nur als geschlossene Betaversion. Facebook gab es schon, hatte aber nur 5 Millionen User. Myspace wurde für 580 Millionen Dollar verkauft.

In unserer realen Welt sind 15 Jahre nicht viel. Wohl aber in der digitalen Welt, dort ist es eine Ewigkeit. Jetzt schreiben wir das Jahr 2020 und die Technologie ist eine völlig andere. Tatsächlich gibt es heute laut chiefmartec mehr als 8.000 Marketingtechnologien, das sind 13,6 % mehr als 2019.

Erschwerend kommt hinzu, dass man in der Technologiewelt mit Abkürzungen wie CRM, CMS, DAM, ERP und natürlich DXP erschlagen wird. Wir haben für alles mindestens eine Abkürzung, in der Regel sogar zwei oder drei. Meist sind sich die Leute nicht einmal einig, was die Akronyme eigentlich bedeuten. Ganz schön verwirrend, oder?

Wenn uns das Jahr 2020 eines gelehrt hat, dann dass das Digital Business nicht mehr nur eine Geschäftsstrategie ist. Das digitale Business IST Ihr Geschäft. Es ist in der Regel der wichtigste und manchmal sogar der einzige Mechanismus, um Geschäftsbeziehungen mit Ihren Kunden zu pflegen. Entscheidend ist, dass Sie wissen, welche Technologien es gibt, wie sie funktionieren und wie Sie die Digital Experience managen können. Das ist vor dem Hintergrund der folgenden Statistiken umso relevanter:

  • eMarketer meldete einen Anstieg der E-Commerce-Ausgaben in den USA um 18 % im Jahr 2020.
  • British Retail Consortium verzeichnete im Juni 2020 einen Anstieg der Einzelhandelsumsätze im Internet um mehr als 50 %.
  • Von 2019 bis 2020 verzeichneten Episerver-Kunden einen Anstieg des Online-Engagements um 70 % und eine Zunahme der Conversions um 43 %.

Wir möchten Sie nicht zu Experten für Technologie-Akronyme machen, sondern erklären jetzt erst einmal, was es mit DXP auf sich hat.

Was ist eine Digital-Experience-Plattform (DXP)?

Gartner definiert eine Digital-Experience-Plattform (DXP) als eine integrierte Gesamtheit von Kerntechnologien, die die Zusammenstellung, Verwaltung, Ausspielung und Optimierung von kontextbezogenen digitalen Erlebnissen unterstützt.

Forrester führt weiter aus, dass eine Digital-Experience-Plattform die Grundarchitektur für flexible, agnostische Kerndienste bildet, um Größe, Qualität und Insights kanal- und systemübergreifend zu maximieren und gleichzeitig kontextspezifische Tools für professionelle Anwender bereitzustellen, um digitale Journeys in „eigenen“ Kanälen (Web, Mobile, Messaging) zu konzipieren, zu steuern und zu optimieren und Third-Party-Erlebnisse koordiniert zu schalten (z. B. soziale Netzwerke, Einzelhandels-Marketplaces).

In den Definitionen von Gartner und Forrester steckt jede Menge Fachjargon, wir erklären es daher lieber mit unseren eigenen Worten:

Eine DXP ist eine offene, erweiterbare Plattform, die für jeden digitalen Kontaktpunkt ein ganzheitliches System und Fundament bereitstellt, damit Sie eine nahtlose digitale Journey für Ihre Kunden gestalten und optimieren können.

Eine DXP ist eine zentrale Plattform für die Gestaltung, Steuerung und Optimierung digitaler Journeys. Eine leistungsstarke DXP sollte Ihren Kunden ein digitales Erlebnis bieten, das von mal zu Mal besser wird. Mit anderen Worten: Jedes Mal, wenn Ihr Kunde digital mit Ihrem Unternehmen interagiert, sollte das Erlebnis besser sein als bei der letzten Interaktion. Eine DXP gibt Unternehmen die Möglichkeit zuzuhören und zu lernen und ist gleichzeitig so agil, dass deren Kunden intelligent mit Content versorgt werden. Ihre DXP sammelt fortlaufend Kundendaten, um jedem einzelnen Kunden bei jeder Interaktion ein immer besseres personalisiertes Erlebnis zu bieten.

Forrester stellt eine hilfreiche Referenzarchitektur mit einer weiteren Aufschlüsselung bereit:

Forrester Digital Experience Platform (DXP) Architecture Reference Forrester DXP Architecture Reference

Kernstück einer DXP sind Workflows für Content, Daten und Transaktionen. Von dort steuern Sie zentral das Experience Management und spielen nahtlose Erlebnisse über Content, Daten und Transaktionen hinweg aus.

Die Erlebnisse werden in einer Cloud-Infrastruktur gemanagt, sodass eine sichere und einfache Skalierung möglich ist. Insights und Analytics helfen bei der Gestaltung der Geschäftsstrategie und der Prozesse. Durch Automatisierung wird die Ausspielung schnellerer, besserer und skalierbarerer digitaler Erlebnisse vereinfacht.

Gartner und Forrester verweisen auch noch auf die Bedeutung offener API-First-Funktionen bei DXPs. Dank einer API-First-Architektur kann sich eine DXP in Dienste integrieren, die Infrastruktur, Daten, Erfassungssysteme, Channel und Touchpoint Management Tools bereitstellen. Mithilfe offener API-First-Funktionen können Sie Ihre DXP in alle Ihre kritischen Backend-Geschäftssysteme wie PIM oder ERP sowie in Tools von Drittanbietern integrieren, sodass Sie zum Beispiel auch die Kontrolle über E-Mail, Werbung, Chat usw. haben.

Episerver App Marketplace

Der Episerver Marketplace bietet Integrationen, Anwendungen und vorkonfigurierte Konnektoren zur Erweiterung Ihrer Plattform. Dank unserer offenen API-First-Funktionalität können Sie verschiedene MarTech- und Backoffice-Konnektoren von Drittanbietern, Präsentationslayer-Apps und eingebettete Apps nutzen.

Besuchen Sie den App Marketplace

Im Allgemeinen beinhaltet eine DXP folgende Services:

  • Content Management
  • Insights, Analytics und Intelligence
  • Digital Commerce
  • Personalisierung und Automation
  • APIs für Integrationen
  • Cloud-Infrastruktur für Sicherheit und Skalierbarkeit
  • Omnichannel-Ausspielung

Die Entwicklung von CMS über WEM zu DXP

Wie wir nur allzu gut wissen, verändert sich die digitale Welt extrem schnell. Von der Verwaltung einer einfachen Marken-Website bis hin zur Orchestrierung einer personalisierten, kanalübergreifenden digitalen Journey – Technologien haben sich als Reaktion auf die sich verändernden Anforderungen der Branche weiterentwickelt.

Im Laufe der Jahre hat sich die Rolle von Content bei der Digital Experience verändert. Somit mussten sich auch die Content-Systeme anpassen, um den Veränderungen Rechnung zu tragen. Nach CMS kam WEM und jetzt gibt es DXP. Sorry, es kommen doch noch ein paar Akronyme! Aber keine Sorge, wir verraten Ihnen in den nächsten Abschnitten, was sie bedeuten.

Die Entwicklung der Digital-Experience-Plattform (DXP) Die Entwicklung der DXP

Content Management System (CMS)

Ein CMS oder Content Management System ist eine Kernplattform zur Steuerung des Prozesses der Content-Erstellung und -Verwaltung.

Die ersten CMS wurden entwickelt, um Unternehmen bei der Erstellung, Verwaltung und Veröffentlichung von Content wie Texten, Bildern, Daten und anderen Informationen auf einem einzelnen Kanal – einer Website – zu unterstützen. Das CMS hatte die Aufgabe, diesen Prozess zu steuern und zu verwalten, aber es stellte den Kunden nicht in den Mittelpunkt und versuchte auch gar nicht erst, den Kunden zu verstehen.

Leider sind bei vielen Unternehmen, die damals ein CMS implementierten, Datensilos entstanden, die von dem übrigen Technologie-Ökosystem abgekoppelt waren.

Deane Barker, Senior Director of Content Management Strategy bei Episerver, spricht in diesem Interview mit unserer CMO Kirsten Allegri Williams über die Entwicklung und Chronologie von CMS.

Web Experience Management (WEM)

WEM oder Web Experience Management erweiterte die Ausspielung von Content auf mehreren Kanälen.

Mit fortschreitender Digitalisierung, der zunehmenden Vernetzung von Geräte und der Mitwirkung einer größeren Zahl von Personen an der digitalen Journey kam ein neues Akronym auf: WEM. Die Ära des Web Experience Management war kennzeichnend dafür, dass sich die Digitaltechnologie zum festen Bestandteil der Customer Journey entwickelte.

WEM ermöglichte den Unternehmen die abteilungsübergreifende Zusammenarbeit, um Content, Daten und andere Informationen auf beliebigen Kanälen zu veröffentlichen, nicht nur auf einer Website. Unternehmen, die ein WEM nutzten, konzentrierten sich darauf, das Erlebnis konsistent zu gestalten und zu steuern.

WEM war auch der Auslöser für Interesse an Personalisierung. Mit diesen Systemen konnten Benutzerinformationen gesammelt, Segmentierungen vorgenommen und zielgruppengenaue Inhalte ausgespielt werden.

Digital-Experience-Plattform (DXP)

Mit einer DXP können Sie ein integriertes, nahtloses Kundenerlebnis ausspielen, das über alle digitalen Kanäle hinweg abgestimmt ist.

Das digitale Erlebnis endet heute nicht beim Content auf einer Website. Stattdessen müssen Unternehmen digitale Assets auf einer Website, in einem stationären Geschäft, auf mobilen Endgeräten, in einem Online-Shop, in Kundenportalen usw. bereitstellen. Es geht nicht mehr nur darum, Traffic auf Ihre Website zu lenken, sondern auch darum, das Erlebnis zu optimieren, sobald der Besucher dort ist.

Bei einer DXP stehen nicht die Konsistenz und Steuerung des Erlebnisses im Vordergrund, sondern die Orchestrierung einer integrierten, nahtlosen und relevanten digitalen Journey über alle Kanäle hinweg. Die Umorientierung von WEM zu DXP ist eine Umorientierung von content- zu kundenzentrierten Erlebnissen. Das Ziel besteht darin zu verstehen, wie Menschen in einem bestimmten Kanal mit Content interagieren, um bei der nächsten Interaktion auf einem anderen Kanal ein noch besseres Erlebnis auszuspielen.

Man kann kein nahtloses und relevantes Erlebnis an den verschiedenen Kontaktpunkten ausspielen, wenn man den Kunden und das Wissen über ihn nicht ins Zentrum der DXP stellt. Das ist der große Unterschied zwischen WEM und DXP.

Einige Headless-CMS-Anbieter werben damit, dass sie eine Multichannel-Ausspielung unterstützen, so wie eine DXP. Headless Content Management-Systeme kennen den Kunden jedoch nicht und sind daher nicht in der Lage, so wie eine DXP ein kontextrelevantes Erlebnis auszuspielen.

Mit dem Übergang von CMS zu DXP gingen deutliche Veränderungen in den Kanälen (von One-Channel zu Multichannel) und im Content Management (von content- zu kundenzentriert) einher.

Was macht ein digitales Erlebnis aus?

Bei einem digitalen Erlebnis geht es nicht nur um Content oder Marketing. Die besten digitalen Erlebnisse reißen Silos zwischen Content, Commerce und Marketing ein und kombinieren die Prozesse. Es gibt vier Ebenen eines digitalen Erlebnisses. Erlebnisse sollten an jedem Kontaktpunkt orchestriert und personalisiert werden, initiiert durch integrierte Prozesse und unterstützt durch Content-, Daten- und Transaktionsdienste.

Visuelle Darstellung eines digitalen Erlebnisses Visuelle Darstellung eines digitalen Erlebnisses

Ebene 1: Daten

Diese Ebene fügt Content-, Kunden- und Transaktionsdaten zu einem zentralen, ganzheitlichen Verständnis Ihres digitalen Erlebnisses zusammen.

Kundendaten ermöglichen es Ihnen, kontextabhängig zu agieren, indem Sie verhaltensbezogene und demografische Informationen über Ihre Kunden sowie ihre Vorlieben zu einem Gesamtbild zusammenführen. Präzise Kundendaten erfordern eine ganzheitliche, zentrale Sicht auf den Kunden an allen digitalen Kontaktpunkten, einschließlich Daten außerhalb der DXP, die möglicherweise in einem CRM oder ERP gespeichert sind. Kundendaten sind entscheidend für die Entwicklung einer einheitlichen Sprache zwischen Kundenverständnis und Content.

Content-Daten helfen Ihnen, Ihren Content besser zu verstehen, wiederzuverwenden und abzustimmen. Bei vielen CMS-Anbietern ist allerdings kein richtiges Content-Verständnis im System eingebettet, in einer einheitlichen Sprache und abgestimmt auf das Wissen über den Kunden. Episerver hingegen integriert tiefgehendes Verständnis des Contents und des Kunden.

Hinzu kommen Transaktionsdaten, die den Weg zur Conversion ebnen, Upselling- und Cross-Selling-Möglichkeiten erschließen und den Customer Liefetime Value maximieren.

Ebene 2: Workflow

Auf dieser Ebene werden Content-, Marketing- und Commerce-Prozesse zusammengeführt, um die Arbeitsabläufe zu verbessern, zu vereinfachen und zu skalieren. Diese Ebene sorgt dafür, dass die DXP einfach handzuhaben ist und datengetriebene Entscheidungen getroffen werden können. KI (künstliche Intelligenz) ermöglicht Automation und damit eine Skalierung.

Ebene 3: Orchestrierung

Diese Ebene ermöglicht es Ihnen, kontextabhängige Erlebnisse mit Targeting-Regeln, Echtzeit-Triggern und prädiktiven Recommendations auszuspielen. Durch Tests und Optimierung können Sie dem Kunden während seiner Journey kanalübergreifend ein Erlebnis bieten, das von Mal zu Mal besser wird.

Ein Erlebnis, das bei der nächsten Interaktion eines Besuchers mit Ihrer Marke noch besser ist. Wenn Sie Informationen über Ihre Besucher sammeln, sollten Sie auch in der Lage sein, personalisiertere, kontextabhängigere Erlebnisse auszuspielen, wenn sie mit Ihren digitalen Kanälen interagieren.

Ebene 4: Ausspielung

Diese Ebene schließlich ermöglicht Ihnen die Anwendung eines API-First-Ansatzes, um an jedem Kontaktpunkt ein Erlebnis zu bieten, das von Interaktion zu Interaktion besser wird – unabhängig davon, ob es direkt durch die DXP oder über ein Drittanbietersystem initiiert wird.

Diese vier Ebenen sind die Bausteine, mit denen Sie ein kontextabhängiges, relevantes digitales Erlebnis gestalten können.

Brauche ich eine Digital-Experience-Plattform?

Wenn Sie den Fokus auf Digital Experience legen, können Sie nur gewinnen. Das gilt besonders in unsicheren Zeiten. Nehmen wir zum Beispiel die letzte Rezession.

McKinsey & Company und Forrester führten Studien zu Unternehmen durch, die sich von 2007 bis 2009 auf digitale Erlebnisse konzentrierten. Sie fanden heraus, dass diejenigen, die in Kundenerlebnisse investierten, dreimal so erfolgreich waren.

Episerver untersuchte die Cloud-Nutzung zwischen März und Mai 2019 und verglich sie mit dem gleichen Zeitraum 2020. Kunden, die unsere Cloud-Infrastruktur nutzen und seit mehr als einem Jahr bei Episerver sind, verzeichneten eine positive Wirkung aus der Investition in digitale Erlebnisse. Von 2019 bis 2020 stieg das durchschnittliche Engagement um 70 % und die durchschnittlichen Conversions um 43 %.

Durchschnitt Engagement und Conversions mit Episerver Kunden, die die Cloud-Infrastruktur von Episerver seit mindestens einem Jahr nutzten, verzeichneten einen Anstieg des Engagements um 70 % und der Conversions um 43 %.

Den Fokus in Zeiten der Unsicherheit auf das Kundenerlebnis zu legen, ist eine erfolgreiche Strategie. Digitale Investitionen sind der Schlüssel zum Erfolg. Das steht mittlerweile außer Frage. Wie und wo Sie jedoch investieren, das liegt in Ihrem Ermessen. Nicht jedes Unternehmen braucht unbedingt eine DXP. Manchen reicht ein einfacher Online-Shop oder eine Katalogseite.

Denken Sie daran – Sie müssen nicht gleich in die ultimative Lösung investieren. Wenn Sie zum Beispiel Neuling im Bereich Digital Experience sind, beginnen Sie mit einfachen Dingen, die sich schnell implementieren lassen, wie eine Homepage, Produktseiten, Suche und vielleicht auch ein Checkout-Erlebnis. Sie können nach und nach weitere Funktionen hinzufügen. Justin Anovick, Chief Product Officer bei Episerver, hat hier einen Beitrag zum DXP Roadmapping geschrieben.

Wenn Sie jedoch die gesamte digitale Journey vernetzen, Erlebnisse personalisieren und den Digital Commerce zu Ihrem Hauptgeschäft machen möchten, sind Sie wahrscheinlich bereit für eine DXP.

Die Vorteile einer DXP

Wir haben das Jahr 2020. Egal, in welcher Branche Sie tätig sind, haben Sie sicherlich in eine der 8.000 verschiedenen Marketingtools und -technologien investiert, die Ihr Unternehmen nach vorne bringen sollen. Sie haben dann vermutlich mehrere Technologieanbieter, die Ihnen dabei helfen, das Erlebnis zu gestalten, das Sie derzeit an Ihre Kunden ausspielen.

Die gute Nachricht ist, dass eine DXP wie Episerveroffene APIs hat, die eine Integration in Ihre technologische Infrastruktur ermöglichen. Und das ist längst nicht alles! Eine DXP bietet noch viele andere Vorteile:

Integration, Anpassung und Wachstum

Technologie und Kanäle sind ständig im Wandel. Dank der offenen API-First-Architektur sind DXPs so flexibel, dass sie in die neuesten Technologien integriert werden können, damit Sie Ihren Kunden folgen und sie dort abholen können, wo sie gerade stehen. Eine API-First-Architektur ist vielleicht sogar das wichtigste Merkmal, das eine DXP bieten kann.

Die DXP von Episerver beinhaltet eine Commerce, Content und Intelligence Cloud sowie eine Omnichannel-Software mit offenen APIs, damit eine Anbindung an andere Lösungen entsprechend Ihren individuellen Anforderungen möglich ist. Unser App Marketplace bietet Integrationen, Anwendungen und vorkonfigurierte Konnektoren zur Erweiterung Ihrer Plattform, mit der Sie effizient skalieren und wachsen können. Mit Episerver ersetzen Sie Datensilos durch eine vollständig integrierte Suite von Lösungen, die Ihre Backend-Geschäftssysteme mit Ihren Frontend-Tools verbindet.

Steuerung einer digitalen Multichannel-Umgebung

Eine DXP kann Ihnen dabei helfen, Ihre komplette digitale Umgebung zu steuern: Web, E-Mail, mobile Endgeräte, Terminals, POS. An allen diesen Kontaktpunkten sammeln DXPs Informationen über das Verhalten Ihrer Kunden, die Sie zur Verbesserung des Erlebnisses nutzen können. Das ist die perfekte Überleitung zu unserem nächsten Punkt …

Eine 360-Grad-Sicht auf Ihre Kunden

DXPs sammeln Daten über Kundenverhalten, Demografie und andere Informationen. Außerdem können Sie eine DXP in Ihre Backoffice-Kundenmanagementtools integrieren, um ein noch besseres Erlebnis zu gestalten.

Effiziente Zusammenarbeit

Mit einer DXP können Sie eine Strategie umsetzen, die eine enge Zusammenarbeit mehrerer Abteilungen wie Marketing, IT und Vertrieb erfordert. Das Webteam hat die Kontrolle und Geschäftsanwender können neue Inhalte, Landingpages und andere digitale Assets erstellen.

Personalisierung des Erlebnisses

Nutzen Sie die neuesten KI-Technologien, um die sich verändernden Verhaltensweisen Ihrer Kunden besser zu verstehen und personalisierte Journeys und Inhalte für jeden Kunden und Interessenten auszuspielen.

Automation und Kundenansprache

Mit einer DXP können Sie operative Aufgaben und Entscheidungen zur Kundenansprache automatisieren.

Fünf Tipps für die Auswahl der richtigen DXP

Auf den ersten Blick mag die Wahl der richtigen Digital-Experience-Plattform überfordern, aber zum Glück gibt es viele Ressourcen, die Ihnen Orientierung geben. Kein Unternehmen ist wie das andere, daher werden Sie sicherlich auch andere Anforderungen haben. Für den Einstieg möchten wir Ihnen aber Folgendes mit auf den Weg geben:

  1. Stimmen Sie Ihre Anforderungen auf Ihre Ziele ab

    Man lässt sich leicht von den vielen tollen Funktionen und Neuheiten blenden. Aber die Anforderungen Ihres Unternehmens sind individuell. Stellen Sie sicher, dass die Merkmale und Funktionen, die Sie auf Ihrer Wunschliste haben, nicht deshalb dort stehen, weil es der neue Trend oder Hype ist. Setzen Sie sich stattdessen realistische Ziele und überlegen Sie, welche technologischen Merkmale Ihnen helfen, diese zu erreichen. Hilfreich ist es auch, Ihre Anforderungen in Phasen zu unterteilen. Welche Funktionen werden sofort benötigt und was sind die Nice-to-haves, die später noch implementiert werden können?

  2. Sprechen Sie sich mit den Experten ab

    Es gibt Organisationen, die analysieren führende Technologieunternehmen, sodass Sie sich darum nicht zu kümmern brauchen. Analysten wie Gartner und Forrester veröffentlichen beispielsweise regelmäßig Rankings der wichtigsten Akteure in Bereichen wie Digital Experience, Commerce, CMS usw. All das sollten Sie bei Ihrer Recherche berücksichtigen.

    Informieren Sie sich am besten bei den Analysten, wie Episerver Ihre Anforderungen erfüllen könnte:

    Gartner Magic Quadrant für Digital Experience Platforms 2020
    Episerver wurde für seine fortschrittlichen Funktionen für Content Management, Personalisierung und Analytics als Leader gewürdigt.

    Forrester-Studie Total Economic Impact™ 2020 zu Episerver
    Forrester kommt zu dem Schluss, dass Episerver-Kunden über einen Zeitraum von drei Jahren einen ROI von 299 % erzielen und in weniger als sechs Monaten den Break-Even erreichen.

  3. Fragen Sie nach vielen Referenzen

    Sie möchten natürlich wissen, welche Erfahrung andere Unternehmen gemacht haben, deshalb ist es Ihr gutes Recht, nach Success Storys zu fragen. Gehen Sie aber in die Tiefe, wenn Sie nach Referenzen und Fallbeispielen fragen. Fragen Sie den Anbieter nicht einfach nur nach einer Success Story, sondern nach einer Fallstudie eines Unternehmens, das ähnliche Anforderungen hat wie Sie. Bitten Sie ihn, über die erfolgreiche Implementierung bei einem Unternehmen zu berichten, das aus Ihrer Branche kommt und dessen Anwendungsbereiche mit Ihren vergleichbar sind. Ihr Technologieanbieter sollte in der Lage sein, Ihre Sprache zu sprechen und über Fallbeispiele zu berichten, die für Sie relevant sind.

  4. Evaluieren Sie die Ökosysteme der Anbieter

    Bei der Evaluierung der Optionen sollten Sie unbedingt die Partner-Ökosysteme und Integrationsmöglichkeiten des Anbieters in die Überlegungen einbeziehen. Die Technologie muss in der Lage sein, mit anderer Software zu kommunizieren, es dürfen keine Silos entstehen. Bevor Sie sich für eine bestimmte Technologie entscheiden, sollten Sie sich über die Community, Dokumentation und Integrationspartner informieren. Episerver beispielsweise hat einen robusten App Marketplace mit Integrationen, Anwendungen und vorkonfigurierten Konnektoren.

  5. Gehen Sie keine Kompromisse ein

    In zwischenmenschlichen Beziehungen sollten Sie nie Kompromisse eingehen. Gleiches gilt für die Auswahl Ihres Technologieanbieters. Wenn Sie das Gefühl haben, bei Geschwindigkeit, Qualität, Kosten oder Support Kompromisse eingehen zu müssen, sollten Sie die Finger davon lassen. Anstatt sich zwischen Schnelligkeit und Qualität entscheiden zu müssen, wählen Sie lieber einen Anbieter, der Ihnen das Beste aus beiden Welten bietet. Sie sollten nicht entscheiden müssen, ob Sie Ihren Marketern oder Ihren Entwicklern etwas Gutes tun möchten, sondern einen Anbieter wählen, der ein zentrales Authoring-System für beide bietet. Hochentwickelt und einfach scheinen sich auf den ersten Blick auszuschließen, aber bei Plattformen wie Episerver ist beides möglich. Gehen Sie keine Kompromisse bei den Ergebnissen ein. Nehmen Sie sich genug Zeit, bevor Sie eine Entscheidung treffen.

Wie investiert Episerver in DXP?

Episerver investiert stark in neue Funktionen, Integrationen und Partnerschaften für unsere DXP. Episerver legt den Fokus darauf, das Individuum zu verstehen und mit ihm und nicht mit einem Segment zu interagieren. Unser Ziel sind hochwirksame digitale 1:1 Erlebnisse.

So sieht die Architektur der Episerver DXP aus:

Abbildung der Episerver + Optimizely Digital-Experience-Plattform Darstellung der Episerver + Optimizely Digital-Experience-Plattform

Die Episerver DXP ist eine skalierbare, sichere Cloud-Infrastruktur, der Microsoft Azure zugrunde liegt. Die Episerver Content Cloud, Commerce Cloud und Customer Data Platform basieren auf Cloud-Technologie. Über diese Plattformen steuern wir den internen Prozess der Erstellung und Ausspielung von Content, Daten und Transaktionen.

Die Experience Management Ebene ist die Kombination aus Episerver Intelligence Cloud und Optimizely. Hier werden die Kernkomponenten Content, Kunden, Produkte und Transaktionen zusammengeführt, um den richtigen Content der richtigen Person zum richtigen Zeitpunkt durch künstliche Intelligenz auszuspielen. Darüber hinaus findet eine fortlaufende Optimierung und Anpassung im Zuge der gewonnenen Erkenntnisse zum Kundenverhalten statt. Diese Ebene ermöglicht es den Nutzern, das Erlebnis durch Regeln, Trigger und algorithmische Recommendations zu personalisieren und zu optimieren.

Diese Kernfunktionen werden um Analyse- und Integrationsfunktionen ergänzt und bilden zusammen eine ganzheitliche Digital-Experience-Plattform, die jeden einzelnen digitalen Kontaktpunkt der Customer Journey steuern kann.

Die Episerver DXP konzentriert sich auf drei Innovationsbereiche: Geschwindigkeit, Intelligenz und Skalierung.

  • Geschwindigkeit – Beschleunigte Time-to-Value durch schnellere, passgenaue Deployments
  • Intelligenz – Kunden in die Lage versetzen, intelligentere Entscheidungen durch fortschrittliche Analytics zu treffen
  • Skalierung – Kunden die Möglichkeit zu einer schnelleren Skalierung mit weniger Ressourcen durch integrierte KI und Automation geben

Die fünf Fokusbereiche von Episerver für die nahe Zukunft sind:

Headless Content und Commerce

Wir führen neue Funktionen ein und erweitern unsere APIs auf Headless Content und Commerce Funktionalität.

Integrationsplattform und Marketplace

Wir wissen, dass wir nicht die einzige Technologie sind, die Sie nutzen. Die Umgebung unserer Kunden besteht aus Hunderten von Technologien. Wir konzentrieren uns auf den Aufbau und die Verbesserung unseres offenen, erweiterbaren Ökosystems von Technologiepartnern, unterstützt durch unsere kontextbezogenen Headless-APIs. So können Sie die Episerver DXP einfach an Ihre digitalen Frontend-Kontaktpunkte (d. h. die Stellen, an denen Ihre Kunden mit Ihnen interagieren) und Backend-Erfassungssysteme (z. B. CMS, ERP, PIM usw.) anbinden.

Customer Data Platform

Wir erweitern auch laufend den Profil Store und es werden bald weitere Funktionen in den Bereichen Segmentierung, Analytics und Datenintegration hinzukommen. Der Vorteil für Marketer ist eine benutzerfreundlichere, komfortablere Oberfläche für die Verwaltung der Kundendaten, die Segmentierung und die Gestaltung eines besseren Erlebnisses.

Content und Commerce Analytics

Nach der Übernahme von Idio im Jahr 2019 hat Episerver Content Intelligence und Content Recommendations entwickelt. Diese Funktionen werden wir neben unserem Commerce Reporting und den Analytics Dashboards für B2B und B2C ausbauen. Dadurch werden Ihnen umfassende Reporting-Möglichkeiten zur Verfügung stehen, die intelligente und umsetzbare Antworten auf geschäftskritische Fragen geben.

Ganzheitliche Personalisierung, Targeting und Testen

Episerver + Optimizely Technologie-Stack

Übrigens hat Episerver vor kurzem Optimizely übernommen. Episerver und Optimizely bieten digitalen Teams ganz neue Möglichkeiten, digitale Erlebnisse zu gestalten, die wirklich überzeugen, und jeder einzelne digitale Kontaktpunkt kann optimiert werden. Unternehmen können jetzt experimentieren und werden den wachsenden Ansprüchen ihrer Kunden jederzeit gerecht, weil sie diese antizipieren. Wir entwickeln integrierte Funktionen, damit Sie an einem zentralen Ort personalisierte Erlebnisse testen, passgenau anpassen und ausspielen können.

Erfahren Sie mehr über die künftige digitale Strategie von Episerver in dieser Präsentation von Ascend B2B 2020. Darin macht Ed Barrow, VP of Product Strategy bei Episerver, deutlich, dass die Steuerung des gesamten digitalen Erlebnisses immer wichtiger wird.

Beispiele für eine Digital-Experience-Transformation

Wenn Sie die Implementierung einer DXP in Betracht ziehen, gibt es keine bessere Möglichkeit herauszufinden, was möglich ist, als von anderen innovativen Unternehmen zu lernen, die diesen Weg bereits beschritten haben.

Hier sind einige Unternehmen genannt, die mit der Implementierung digitaler Lösungen von Episerver erfolgreich waren:

Die besten digitalen Erlebnisse beginnen damit, von Ihren Kunden zu lernen, ihr Vertrauen zu gewinnen und ihnen mithilfe relevanter Daten zu einem optimalen Einkaufserlebnis zu verhelfen.

Die Episerver Cloudangebote für Intelligence, Content und Commerce mit erweiterbaren APIs und einem robusten App Marketplace bieten eine Digital-Experience-Plattform mit allen Funktionen für einen schnellen Fortschritt.