Neue Forschungsergebnisse von Optimizely deuten darauf hin, dass KI Marketingfachleuten nicht dabei hilft, ihre Kreativität wiederzuerlangen.

Apr 29, 20264 minutes

Eine Umfrage unter Marketingverantwortlichen offenbart ein wachsendes „Leidenschaft-Druck-Paradoxon“: KI spart zwar Zeit, kann aber kreative und strategische Arbeit nicht ersetzen.

NEW YORK, 29. April 2026 – Optimizely, der führende Anbieter von Digital Experience Platforms (DXP), hat heute eine neue Studie mit dem Titel „Das Passion-Pressure-Paradoxon“ veröffentlicht. Die Studie untersucht, wie sich der Druck und die Komplexität von KI auf die Arbeit von Marketingteams auswirken. Basierend auf einer Umfrage unter mehr als 200 Marketingfachleuten deuten die Ergebnisse auf eine wachsende Diskrepanz zwischen der Arbeit, die Marketingfachleute begeistert, und der Arbeit hin, die ihren Arbeitsalltag ausfüllt. Während Marketingfachleute weiterhin von Kreativität, Strategie und Wirkung motiviert sind, sieht ihre tägliche Realität anders aus. Statt kreativ zu sein, koordinieren sie, wobei viele immer mehr Zeit damit verbringen, sich in Tools, Teams und Workflows zurechtzufinden, die sie von der Arbeit abhalten, die ihnen am wichtigsten ist. Laut der Studie geben 41,8 % der Marketingfachleute an, dass ihre Rolle an einem guten Tag nur „zu 50 % kreativ“ ist, während 37,9 % berichten, dass sich ihre Arbeit hauptsächlich auf Koordination und weniger auf kreative oder strategische Ergebnisse konzentriert. KI spielt auch in Marketing-Workflows eine immer größere Rolle, doch ihre Vorteile führen nicht immer zu höherwertiger Arbeit. Zwar geben 61 % der Befragten an, dass KI ihnen Zeit spart, und 55 % sagen, dass sie bestimmte Aufgaben erleichtert, aber nur 36 % sagen, dass sie dadurch wirklich mehr Raum für Strategie schafft. Dies deutet darauf hin, dass Effizienzgewinne zwar real sind, die Art und Weise, wie KI eingesetzt wird, jedoch entscheidend dafür ist, ob diese Gewinne tatsächlich zu mehr Zeit für die Aufgaben führen, die Marketer am meisten schätzen.

„Das Problem ist nicht, dass Marketer ihre Leidenschaft verloren haben; sie haben schlichtweg den Freiraum verloren, um diese auszuleben“, sagte Tara Corey, SVP Marketing bei Optimizely. „Es liegt nicht an mangelndem Einsatz, sondern an der Komplexität. Mehr Tools, mehr Kanäle und mehr Beteiligte fragmentieren die Arbeit. Indem KI Arbeitsabläufe vernetzt, den Koordinationsaufwand reduziert und Marketern mehr Raum für Strategie und Kreativität gibt, hat sie das Potenzial, die Arbeitsabläufe zu strukturieren.“ Wenn Teams KI jedoch nur zur Steigerung ihrer Produktivität einsetzen, beschleunigen sie lediglich das Chaos. Die Daten zeigen auch, wie sich der Marketingalltag verändert. Mit zunehmenden Verantwortlichkeiten müssen Marketer eine wachsende Vielfalt an Systemen, Inputs und Prioritäten managen, was es ihnen erschwert, sich auf wirkungsvolle Aufgaben zu konzentrieren. Diese Entwicklung prägt auch die Sichtweise von Marketern auf KI. Viele erkennen zwar ihr Potenzial zur Steigerung von Geschwindigkeit und Effizienz, doch die Stimmung kippt, wenn KI die Erwartungen erhöht oder die Komplexität erhöht. So geben beispielsweise 28 % der Marketer an, dass KI die Erwartungen an die Produktivität steigert, und 13 % sagen, dass sie die Arbeitsabläufe komplizierter macht. Gleichzeitig wissen Marketer recht genau, was helfen würde. Mehr fokussierte Zeit, klarere Prioritäten und weniger reaktive Anforderungen wurden immer wieder als Möglichkeiten zur Effektivitätssteigerung genannt. Und trotz des Drucks wollen die meisten nicht aus dem Marketing aussteigen – sie hinterfragen jedoch, ob das aktuelle Arbeitstempo und die aktuelle Arbeitsstruktur zukunftsfähig sind. Zusammengenommen deuten die Ergebnisse auf eine Verschiebung der Kriterien für Erfolg und Misserfolg im Marketing hin. Steigende operative Anforderungen können die Zeit und Konzentration beeinträchtigen, die für strategisches Denken, kreative Entwicklung und einen echten Geschäftserfolg notwendig sind. Für Marketingverantwortliche bedeutet das: Ergebnisse verbessern sich nicht nur durch neue Tools. Es geht darum, die Arbeitsweise, die Prioritätensetzung und den Einsatz von Technologien wie KI zu überdenken – und zwar so, dass sie unterstützend wirken und nicht verkomplizieren. die Arbeit selbst.

Den vollständigen Bericht finden Sie unter: https://www.optimizely.com/insights/Passion-Pressure-Paradox.

Methodik

Die Ergebnisse basieren auf einer Umfrage von Optimizely und Heinz Marketing unter 227 Marketingfachleuten aus B2B-Branchen. Die Befragten repräsentieren verschiedene Senioritätsstufen: 72 % sind Manager oder höher und 83 % verfügen über mehr als acht Jahre Berufserfahrung. Die Umfrage umfasste sowohl quantitative als auch qualitative Antworten, um Stimmungen, Herausforderungen im Arbeitsablauf und Perspektiven auf KI zu erfassen.

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