Die Skalierung von Experimenten ist oft die größte Herausforderung für Unternehmen, sobald sie die konkreten Ergebnisse ihrer Experimente sehen. Sie konzentrieren sich darauf, wie sie diese Praxis in allen Geschäftsbereichen umsetzen können. Die Festlegung von Rollen, Verantwortlichkeiten und Arbeitsabläufen für ein wachsendes Experimentierprogramm mag zunächst schwierig erscheinen, ist aber unerlässlich für die erfolgreiche Skalierung.
Hoffentlich ist auch Ihr Unternehmen bereit für die Skalierung seines Programms und den damit verbundenen Erfolg! Als Lead Strategy Consultant bei Optimizely habe ich bereits zahlreiche Wege gesehen, wie Unternehmen diese Struktur aufbauen. Es gibt typische Strukturen, die Experimentierprogramme verwenden, um sicherzustellen, dass sie die Praxis effektiv umsetzen können, und im Folgenden werde ich erläutern, welche am besten zu Ihrer Organisation passen könnte. Im Folgenden werden die einzelnen Strukturen sowie ihre jeweiligen Vor- und Nachteile erläutert:
- Kompetenzzentrum
- Testrat (Durchführung)
- Testrat (Hybrid)
- Einzelteam
- Hybrid
Eine Sache, die ich mir immer wieder vor Augen halte und gerne teile. Der wichtigste Punkt für Kunden ist, dass diese Strukturen nur Ausgangspunkte sind. Jedes Unternehmen verfügt bereits über Organisationsstrukturen und Arbeitsabläufe, um seine Erfahrungen und Produkte zu entwickeln, in die sich Experimente einfügen müssen. Diese neuen Strukturen sollten eher ein „Oh, diese Struktur kommt uns bekannt vor“ als ein „Wir müssen diese Struktur haargenau übernehmen“ hervorrufen. Die anfänglich identifizierte Struktur sollte als Orientierung dienen, aber nicht als alleiniges Kriterium. Ein weiterer Punkt, den ich immer wieder betonen möchte, ist, dass die besten Experimentierprogramme von einem zentralen Team geleitet werden. Eine echte Experimentierkultur entsteht nicht Stück für Stück. Es muss mindestens eine Person geben, die sich täglich voll und ganz damit beschäftigt. Und idealerweise sollten weitere Mitglieder eines zentralen Teams mit spezifischer Fachkompetenz hinzukommen. Diese Gruppe mag anfangs noch nicht voll engagiert sein, aber es ist definitiv ein erstrebenswertes Ziel.
Hier sind drei primäre Strukturen, die ich bei erstklassigen Kunden beobachtet habe, mit denen ich zusammenarbeiten durfte. Jede kann einen enormen Einfluss auf ein Unternehmen haben. Wie keine zwei Familien gleich sind, so sind auch keine zwei Organisationen gleich. Die einzige Leitregel: Sie müssen diese Struktur an Ihr Unternehmen anpassen, wenn Sie erfolgreich sein wollen.
Kompetenzzentrum
Ich höre diesen Begriff am häufigsten, wenn Unternehmen expandieren und eine Kultur des Experimentierens schaffen wollen (diese Praxis wird auch häufig von den Analyseteams von Unternehmen genutzt, um den Zugriff auf Analysen aller digitalen Arbeiten zu vereinfachen). Meine Definition für ein Center of Excellence im Kontext von Experimentierprogrammen ist etwas enger gefasst als die gängige.
Organisationen mit einem Center of Excellence arbeiten dezentral in ihrer Produkt- und Erlebnisentwicklung. Es gibt jeweils eigene Verantwortliche für die Test-Roadmaps, die auf die relevanten Produkte und Erlebnisse abgestimmt sind. Überschneidungen in der Zuständigkeit sind selten. Dadurch reduziert sich der wöchentliche Abstimmungsaufwand hinsichtlich anstehender Tests, Priorisierung und Durchführung.
Ein Center of Excellence ist das Modell, bei dem ein dediziertes Experimentierteam unerlässlich ist. Ohne ein zentrales Team, das die Einführung und Akzeptanz von Tests steuert, kann das Programm scheitern. Da das Experimentierteam nicht über die Produkt-/Erfahrungsrechte zum Selbsttesten verfügt, muss es sich auf die Moderation der Experimente konzentrieren, z. B. durch den Austausch von Best Practices und Erkenntnissen sowie die Messung der Ergebnisse und Auswirkungen des gesamten Programms.
Ein Kompetenzzentrum könnte das Richtige für Sie sein, wenn:
- Ihr Unternehmen arbeitet bereits in anderen Geschäftsbereichen, wie z. B. im Bereich Analytics, dezentral.
- Sie benötigen keinen ständigen Kontakt zwischen den einzelnen Teams; Sie besitzen ihre eigene Roadmap, daher ist es besser, sie nicht mit ständigen Überprüfungen zu überlasten.
- Sie sind im Testen erfahrener – Sie verstehen genau, was Experimente für Ihr Unternehmen bedeuten, und jedes Team kennt die Methoden.
- Eine zu starke Zentralisierung könnte die Erreichung der Velocity-Ziele behindern.
Mein Ausgangspunkt für die Strukturanalyse einer Organisation ist die Festlegung der Zuständigkeiten des zentralen Teams/der Führungskräfte im Vergleich zu den einzelnen Teams. Dadurch wird klar, wer für die Durchführung jedes einzelnen Schritts im Lebenszyklus eines Experiments verantwortlich ist. So sieht das beispielsweise in einem Kompetenzzentrum aus (ich verwende diese Struktur auch in den folgenden Modellen):