Gründer und technische Leiter sind oft auf der Suche nach dem perfekten Datenanalyse-Stack, der einfach funktioniert und alle ihre Bedürfnisse erfüllt.
Produktentwicklungsphase
Kundenakquisephase
Jetzt, da sich Ihr Produkt in der Alpha- oder Beta-Phase befindet, melden sich Designpartner und Testkunden. Ihre Website ist online und Sie erstellen Inhalte, die die Customer Journey unterstützen. Sie verfügen über zahlreiche Leadquellen wie Anzeigen, E-Mails, Webinare und mehr. Doch welche generieren die meisten Anmeldungen für die kostenlose Testversion auf Ihrer Website? Welche Inhalte erzielen die größte Wirkung?
In dieser Phase ist datengetriebenes Arbeiten entscheidend. Sie können die Effektivität Ihrer Marketinginvestitionen messen, indem Sie die integrierten Analysefunktionen Ihrer Marketinglösungen nutzen (z. B. Google Analytics, LinkedIn Ads, Outreach, HubSpot, Salesforce). Schließlich müssen Sie all diese Daten zusammenführen, um ein vollständiges Bild der Customer Journey zu erhalten. Dies wird zunehmend komplexer, insbesondere wenn Ihre Systemlandschaft – wie in vielen großen Unternehmen – von 10 auf 100 Systeme anwächst. Wenn Sie über die nötigen Ressourcen verfügen, ist jetzt ein guter Zeitpunkt, über eine Kundendatenstrategie und gegebenenfalls eine zentrale Datenquelle in einem Data Warehouse nachzudenken.
Phase der frühen Kundeneinführung
Der moderne Ansatz für die Instrumentierung besteht darin, eine Instrumentierungsbibliothek zu verwenden, die unabhängig von Analysetools ist und keine Vorgaben macht. Anbieter wie Segment, RudderStack und Snowplow bieten erstklassige Instrumentierungsbibliotheken für Mobilgeräte, Web und Backend. Vor allem zwingen sie Sie nicht in ein herstellerspezifisches Datenmodell. Sie können Daten in offenen Formaten erfassen, die jedes Analysetool verarbeiten kann.
Das mag verfrüht erscheinen. Normalerweise richten Unternehmen Data-Warehouses erst viel später in ihrem Lebenszyklus ein. Doch mit modernen Cloud-Data-Warehouses wie Snowflake ist es heutzutage einfach, ein Data-Warehouse schnell und unkompliziert einzurichten und zu verwalten. Dank seiner Elastizität, der automatischen Abschaltung und der nutzungsbasierten Abrechnung ist es auch für junge Startups deutlich erschwinglicher. Angesichts der geringen Datenmenge in dieser Phase können Sie ein Data-Warehouse bereits für wenige Hundert Dollar im Monat betreiben.
- Implementieren Sie ein Produktanalysetool. Zukünftig wird ein effektives Produktanalysetool nativ in einem Data Warehouse arbeiten. Vermeiden Sie es, Ihre Daten in einem intransparenten SaaS-Dienst eines Analyseanbieters zu isolieren. Auch wenn dies anfangs unwichtig erscheinen mag, kann es mit zunehmendem Wachstum schnell zu unüberschaubarer Datenqualität und mangelnder Transparenz der Analysen führen. Sie könnten bald mit mehreren ETL- und Reverse-ETL-Pipelines, abweichenden Metriken zwischen Teams aufgrund unterschiedlicher Datenquellen und hohen Kosten für die Verwaltung mehrerer Analysetools dastehen.
Wachstumsphase
Sie haben die Produkt-Markt-Passung erreicht. Ihr Kundenstamm wächst. Ihr Produkt hat eine große Reichweite und viele Funktionen. In dieser Phase umfasst Ihre Analysestrategie Folgendes:
- Analytics als zentrales Element all Ihrer Entscheidungen. In einem Unternehmen, das dies richtig umsetzt, beginnt jede Produkt- oder Kundendiskussion mit einem Dashboard, das die wichtigsten Analyseergebnisse liefert. Ihr gesamtes Unternehmen sollte sich auf ein einziges Analysetool einigen. Bitten Sie alle Bereichsleiter, die für ihren Bereich relevanten Geschäftskennzahlen in diesem Tool zu erstellen und darzustellen. Sie sollten die Einflussfaktoren dieser Kennzahlen innerhalb desselben Tools verstehen und Hypothesen zu den Einflussfaktoren dieser Kennzahlen einfach testen können. Mit dieser Grundlage erhalten Sie:
- eine zentrale Datenquelle für alle Ihre Kennzahlen – keine widersprüchlichen Werte mehr für Kennzahlen wie die Anzahl aktiver Nutzer, die Konversionsrate, den Kundenwert, die Kundenakquisitionskosten usw.
- bereichsübergreifende Analysen, bei denen jeder Bereich seine Analysen mit angrenzenden Bereichen verknüpfen kann. Beispielsweise kann ein Growth Marketer Kampagnenkanäle mit der Aktivierung und dem Engagement im Produkt korrelieren. Ein Customer Success Manager kann die Korrelation zwischen Produktnutzung, Kontoprofilen und Upgrades verstehen.
- Formalisierung eines Data-Engineering-Teams. Möglicherweise haben Sie bereits einige Mitarbeiter im Bereich Data Engineering, die wahrscheinlich aus den Bereichen Marketing, Produktentwicklung oder Engineering stammen. Jetzt ist es an der Zeit, ein zentrales Data-Engineering-Team zu bilden, das für das Data Warehouse, die Instrumentierungssysteme, ELT-Tools/Jobs und Analysetools verantwortlich ist. Dieses Team gewährleistet einen reibungslosen Datenbetrieb, die ordnungsgemäße Datensicherung und den kontrollierten Datenzugriff für die Anwender. Dem Team können auch Data Scientists angehören, die ein Machine-Learning-Tool (ML) implementieren.
Expansionsphase
- Fügen Sie ein Business-Intelligence-Tool (BI-Reporting-Tool) hinzu. Wählen Sie ein BI-Tool für das Produktionsreporting. Achten Sie auf ein Tool, das die benötigten Reporting-Funktionen bietet: Finanzberichte, spezielle Visualisierungen, geplante Berichtsverteilung, Export-/Druckfunktionen und die Einbettung in Partnersysteme. Stellen Sie sicher, dass das gewählte BI-Tool direkt mit Ihrem Data Warehouse arbeiten kann.
- Datenfreigabe und -aktivierung erleichtern. Ihr Produktanalysetool unterstützt Sie beim Erstellen und Generieren logischer Datenansichten in Ihrem Data Warehouse, die von Ihrem Tool zur Datenfreigabe und -aktivierung genutzt werden können – so entfällt die Notwendigkeit der Datenredundanz. Anschließend können Sie die Datenfreigabefunktionen Ihres Data Warehouse nutzen, um relevante Teile Ihrer Daten sicher innerhalb Ihres Ökosystems freizugeben. Tools zur Datenaktivierung können Daten außerdem aus Ihrem Data Warehouse in ein ausgewähltes Geschäftssystem für spezifische Aktionen übertragen, beispielsweise um eine Benutzergruppe für eine Marketingkampagne an Marketo zu übermitteln.