Wie fange ich mit der Personalisierung an? Drei einfache Strategien für unmittelbare Wirkung

23. Juli 2024

Personalisierung ist wichtiger denn je, aber die Ausarbeitung Ihrer Strategie kann überwältigend wirken. So fangen Sie mit der Personalisierung an.

Es ist kein Geheimnis, dass Personalisierung wichtiger ist denn je. Laut einem Bericht von McKinsey & Company aus dem Jahr 2021 erwarten 71 % der Verbraucher von Unternehmen personalisierte Interaktionen. Und 76 % sind frustriert, wenn dies nicht geschieht. 

Die Ausarbeitung Ihrer Personalisierungsstrategie kann überwältigend wirken, wenn Sie bei null anfangen (oder auch dann, wenn nicht). 

Keine Sorge, wir haben alles für Sie vorbereitet! Hier führen wir Sie durch einige einfache Tipps, die Ihnen den Einstieg in den Aufbau und die Umsetzung einer Personalisierungsstrategie erleichtern, mit der Sie das Engagement steigern, Conversions ankurbeln und Ihre Kunden begeistern.

Die Grundlagen verstehen: Was ist Personalisierung?

Stellen wir zunächst sicher, dass wir bei den Grundlagen auf einer Linie sind. Bei der Personalisierung geht es darum, Marketingmaßnahmen auf einzelne Kunden auf Basis ihrer Präferenzen, Verhaltensweisen und Daten zuzuschneiden. Es geht darum, die richtige Botschaft zur richtigen Zeit zu vermitteln.

Vollständige Übersicht: Was ist Personalisierung?

Warum ist Personalisierung wichtig? 

Personalisierung:

  • Verbessert das Kundenerlebnis
  • Steigert Engagement und Conversion Rate
  • Stärkt Kundentreue und Kundenbindung
  • Ermöglicht eine effizientere Nutzung von Marketing-Personas

Erste Schritte mit der Personalisierung

Beim Einstieg in die Personalisierung bleiben Marken oft bei der Frage hängen, wen sie mit welchen Erlebnissen ansprechen sollen. Diese Erfolgsmethoden können helfen, die Überforderung zu bekämpfen und Sie auf den richtigen Weg zu bringen:

#1 – Beginnen Sie mit Ihren Personas

Hat Ihr Unternehmen ein klares ideales Kundenprofil (ICP) erstellt oder Ziel-Buyer-Personas identifiziert? Wenn ja, beginnen Sie damit, Personalisierungskampagnen für diese Personas zu entwickeln. So wird sichergestellt, dass Ihre Strategien auf einem soliden Verständnis Ihrer Zielgruppe beruhen. Haben Sie keine Ziel-Buyer-Personas oder müssen diese aufgefrischt werden? Hubspot bietet eine Schritt-für-Schritt-Anleitung und kostenlose Vorlagen, die Sie durch den Prozess führen. 

#2 – Sprechen Sie Ihre breitesten Zielgruppen an

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, mit Ihren breitesten Zielgruppensegmenten zu beginnen, etwa:

  • Interessenten vs. Kunden
  • Erstkäufer vs. wiederkehrende Käufer
  • Desktop vs. Mobile

Während Sie mehr Daten und Erkenntnisse sammeln, können Sie Ihren Ansatz verfeinern und granularere Personalisierungsstrategien erstellen. 

#3 – Priorisieren Sie relevante Kundenerlebnisse

Konzentrieren Sie sich darauf, Personalisierungserlebnisse zu liefern, die für Ihre Kunden wirklich von Bedeutung sind. Laut McKinsey (erneut) erwarten 68 % der Verbraucher relevante Produkt-/Serviceempfehlungen, beziehen Sie also Verhaltensdaten ein und suchen Sie nach Möglichkeiten, Empfehlungen auf Basis von Interesse/Absicht auszusprechen. 

Personalisierungsbeispiele

Tauchen wir ein in einige Personalisierungsbeispiele aus ein paar wichtigen Branchen: Einzelhandel, Banking und Reisen. 

Personalisierung im Einzelhandel: Aus Besuchern Käufer machen

In der hart umkämpften Welt des Einzelhandels kann Personalisierung der Schlüssel sein, um sich abzuheben und Conversions zu fördern. Hier sind drei wirkungsvolle Strategien, um Ihr Kundenerlebnis maßzuschneidern: 

#1 – Behavioral Targeting. Behavioral Targeting zeigt Besuchern ein personalisiertes Erlebnis auf Basis ihres Echtzeit-Verhaltens und ihrer Interaktionen mit Ihrer Site.

Es gibt unzählige Möglichkeiten, Behavioral Targeting anzuwenden. Beispielsweise können Marken Behavioral Targeting nutzen, um Kunden, die in den letzten 30 Tagen Handtaschen über 400 $ gekauft haben, mit Sonderaktionen für ausgewählte Produkte anzusprechen, die zu ihrem Handtaschenkauf passen. 

#2 – Symmetrisches Messaging. Wenn Sie symmetrisches Messaging einsetzen, setzen Sie in Anzeigen- und E-Mail-Kampagnen Erwartungen, die mit den Website-Erlebnissen übereinstimmen. Wenn Besucher von einer Anzeige auf einer Suchmaschine, einem sozialen Netzwerk oder einer Drittanbieter-Site auf Ihre Seite klicken, stimmen der Call-to-Action, das Messaging und die Bildsprache, die sie auf Ihrer Site sehen, mit ihrem Anzeigenerlebnis überein.

Beispiel: Ein Activewear-Unternehmen sendet Kunden eine E-Mail-Aktion über einen zweitägigen Rabatt auf Yoga-Ausrüstung. Wenn ein Kunde, der die Aktion erhalten hat, ihre Website besucht, sieht er Yoga-Produkte im Header der Homepage und ein Banner mit dem Rabattcode.

#3 – Kategorieaffinität. Sie können bisheriges Browsing-Verhalten nutzen, um die Präferenzen der Besucher zu verstehen und bevorzugte Produktkategorien später in ihrer Journey oder bei zukünftigen Besuchen anzuzeigen. (Tipp: In Optimizely können Sie dies tun, indem Sie vorhandene Events verwenden, um auf Basis vorhandener Seitenaufrufe und mehr anzusprechen.)

Beispiel: Ein Kunde besucht eine bestimmte Produktseite zweimal in einer Woche, und wenn er zur Homepage zurückkehrt, sieht er Bildsprache, einen Call-to-Action oder Angebote, die sich ausschließlich auf das Produkt beziehen.

Personalisierung im Banking und bei Finanzdienstleistungen

In der Welt des Banking tragen maßgeschneiderte Empfehlungen und Angebote wesentlich dazu bei, noch mehr Mehrwert zu liefern und Finanzinstituten zu helfen, Vertrauen und Treue in ihrem Kundenstamm aufzubauen. 

#1 – Personalisierte Sparziele. Bieten Sie personalisierte Sparziele und Empfehlungen auf Basis der finanziellen Situation und Ausgabengewohnheiten an. Die mobile App einer Bank kann beispielsweise die Transaktionshistorie eines Kunden analysieren und personalisierte Sparziele für Meilensteine wie Urlaub, Hauskauf oder Notfallfonds vorschlagen.

#2 – Individuelle Angebote für Empfehlungsprogramme. Bieten Sie dem werbenden und dem geworbenen Kunden maßgeschneiderte Anreize, wenn sie eine bestimmte Aktion abschließen, etwa eine qualifizierende Einzahlung tätigen, ein Konto eröffnen oder sich für eine Kreditkarte anmelden.

#3 – Dynamische Kreditangebote. Testen Sie verschiedene Kreditangebote und -konditionen, um die Conversion Rate auf Basis der Bonität, des Einkommensniveaus und der finanziellen Ziele eines Kunden zu optimieren. Sie können mit Optionen wie niedrigeren Zinssätzen, verlängerten Rückzahlungsfristen usw. experimentieren.

Personalisierung im Reisebereich

Fluggesellschaften, Hotels und Resorts können das Buchungserlebnis optimieren und personalisierte Empfehlungen bieten, um den Umsatz zu steigern. 

#1 – Maßgeschneiderte Buchungsempfehlungen. Analysieren Sie die bisherige Buchungshistorie, Präferenzen und das Browsing-Verhalten, um Buchungsempfehlungen zu personalisieren. Beispiel: Für einen Passagier, der häufig in tropische Regionen reist, können Fluggesellschaften Flugangebote für beliebte Strandziele hervorheben.

#2 – Dynamische Preisgestaltung und Bündelung. Führen Sie A/B-Tests durch, um die effektivsten Preisstrategien für verschiedene Kundensegmente zu bestimmen (vergünstigter Tarif, Bündel, Freischaltung von Treueprämien). Testen Sie verschiedene Preis- und Paketangebote (z. B. Flitterwochen, Aufenthalte unter der Woche, 3 Nächte buchen und die 4. gratis erhalten, inkludierte Resort-Guthaben oder Erlebnisse usw.), um Umsatz und Auslastung zu maximieren. Beziehen Sie Buchungsvorlaufzeiten, Nachfragetrends und Gästepräferenzen ein.

#3 – Buchungserlebnis. Testen Sie verschiedene Versionen des Buchungsprozesses (zum Beispiel Website- und App-Layouts, Call-to-Actions oder Preisgestaltung), um die Conversion Rate auf Basis von Treuestatus/Vielfliegern oder Buchungshistorie und -präferenzen zu optimieren. 

So überwinden Sie zentrale Herausforderungen der Personalisierung

  • Datenerfassung und -management: Implementieren Sie robuste Praktiken zur Datenerfassung und zum Datenmanagement, um sicherzustellen, dass Sie über genaue, aktuelle Informationen verfügen, um Ihre Personalisierungsbemühungen zu unterstützen.
  • Personalisierung und Datenschutz in Einklang bringen: Seien Sie transparent in Bezug auf Ihre Richtlinien zur Datenerfassung und -nutzung und priorisieren Sie stets den Datenschutz Ihrer Kunden. Bieten Sie klare Opt-out-Richtlinien und halten Sie sich an die relevanten Datenschutzbestimmungen. 
  • Über-Personalisierung vermeiden: Finden Sie ein gesundes Gleichgewicht zwischen Über-Personalisierung und dem Komfort der Nutzer. Vermeiden Sie es, übermäßig aufdringlich zu sein oder Kunden ein unangenehmes Gefühl zu vermitteln.
  • A/B-Testing und Personalisierung: Testen und optimieren Sie Ihre Personalisierungsstrategien kontinuierlich durch A/B-Testing und Experimentieren. So können Sie herausfinden, was für Ihre Zielgruppen am besten funktioniert, und die Wirkung Ihrer Bemühungen maximieren.

Fazit

Der Einstieg in die Personalisierung kann überwältigend erscheinen, aber es ist ein entscheidender Schritt, um modernen Verbrauchererwartungen gerecht zu werden und digitales Wachstum voranzutreiben. Indem Sie die in diesem Artikel beschriebenen einfachen Schritte befolgen – mit Personas beginnen, zunächst breite Zielgruppen ansprechen und relevante Erlebnisse priorisieren – können Sie ein solides Fundament für Ihre Personalisierungsbemühungen schaffen.

Denken Sie daran, dass Personalisierung ein fortlaufender Prozess des Lernens und Optimierens ist. Beginnen Sie mit den Grundlagen, verfolgen Sie Ihre Ergebnisse und verfeinern Sie Ihren Ansatz kontinuierlich auf Basis von Daten und Kundenfeedback. Während Sie diese Strategien über verschiedene Touchpoints und Branchen hinweg umsetzen, beantworten Sie nicht nur die Frage „Wie fange ich mit der Personalisierung an?“, sondern erschließen auch neue Möglichkeiten für Engagement, Conversion und Kundentreue.

Mit den richtigen Tools, Strategien und der richtigen Denkweise können Sie ein Personalisierungsprogramm schaffen, das bedeutsame Ergebnisse liefert und Ihre Marke von Ihren Wettbewerbern abhebt.

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