Hat die KI den Marketing-Star getötet? Warum KI-generierter Content immer noch die menschliche Note braucht

22. Sept. 2023

Digital Marketer und Content-Ersteller stellen sich Fragen über die Zukunft. Wird KI meinen Job übernehmen? Die kurze Antwort lautet nein – und wir werden Ihnen erklären, warum.

KI hat in der Branche für Marketing-Content bereits ihre Spuren hinterlassen: KI-generierter Content füllt die Lücken bei allen Arten von Assets, von einfachen Produktbeschreibungen über komplexere Nachrichtenartikel bis hin zu Büchern und sogar Filmen – fragen Sie einfach mal die Writers Guild of America. 

Kein Wunder also, dass so viele Digital Marketer und Content-Ersteller in höchster Alarmbereitschaft sind und sich Fragen über die Zukunft stellen. Wird sie meinen Job übernehmen? Wird sie die Weltherrschaft an sich reißen? Die kurze Antwort lautet nein – und wir werden Ihnen erklären, warum.

Was die Technik selbst betrifft, stehen wir noch ganz am Anfang. Morgen früh wird kein Roboter an Ihrem Schreibtisch sitzen und frisches Öl aus Ihrer persönlichen Kaffeetasse schlürfen. Und falls Sie schweißgebadet aufwachen, nachdem Sie von einem Terminator gejagt wurden, der eine Tastatur statt eines Plasmagewehrs trägt … nun, wir glauben, wir können Ihnen helfen, etwas ruhiger zu schlafen.

Was ist KI-generierter Content?

Zunächst einmal sollten wir sicherstellen, dass wir alle vom Gleichen sprechen. Künstliche Intelligenz bezeichnet Algorithmen, die Content ohne menschliche Hilfe generieren. KI-Content-Generatoren nutzen eine Vielzahl von Methoden wie Machine Learning, Natural Language Processing und neuronale Netze.

ABER.

KI-generierter Content ist kein gleichwertiger Ersatz für menschliche Content Marketer. Statt einer Bedrohung sehen wir darin ein Werkzeug, das das Leben erleichtert und die Produktivität steigert.

Der Aufstieg der KI bei der Content-Erstellung für Marketer

KI-generierter Content erfreut sich zunehmender Beliebtheit, besonders im Digital Marketing, wo er sich bereits als echter Gamechanger erweist. Fortschritte im Bereich Natural Language Processing machen KI-generierten Content menschenähnlicher. Verbesserungen bei den Machine Learning Algorithmen machen ihn zuverlässiger. Auf den ersten Blick ist leicht zu erkennen, warum der Markt für KI-generierten Content voraussichtlich weiterhin schnell wachsen wird.

Sie ist effizient

KI-Content-Generatoren helfen Content-Teams dabei, Content deutlich schneller zu erstellen. Indem sie die Content-Erstellung optimieren, ermöglichen sie es Marketern, sich auf die wertschöpfenderen, angenehmeren und kreativeren Aspekte ihrer Aufgaben zu konzentrieren.

Sie ist aufschlussreich

KI-Content-Software ist in der Lage, Nutzerinteraktionen zu analysieren, die für Ihre Zielgruppen interessantesten Themen zu identifizieren und sogar Content-Strategien zu optimieren. Im Grunde generiert sie zielgerichteten Marketing-Content, während Sie gerade Mittagessen holen.

Mehrsprachig

Für Marken, die im Ausland Geschäfte machen, können KI-Content-Systeme Content auch in mehreren Sprachen liefern und so die Zeit und die Kosten für die Beauftragung von Übersetzungs- oder Transkreationsagenturen sparen.

Genau

KI macht nich die grammatikalischen Felher oder Tipfehler, die die Qualität und Glaubwürdigkeit Ihres Contents beeinträchtigen. Algorithmen können außerdem das Engagement-Niveau Ihrer Texte verbessern. Sie können sogar Verbesserungen wie einfachere Wörter und kürzere Sätze vorschlagen.

Alles in allem: Hätte KI Gefühle, dann wäre sie zweifellos ziemlich selbstzufrieden mit sich. Aber sie sollte sich nicht zu sehr hinreißen lassen … noch nicht.

Die Herausforderungen und Grenzen von KI-generiertem Content

Also ja, KI hat das Potenzial, die Art und Weise, wie wir Content produzieren und konsumieren, zu revolutionieren. Doch wie jede Technologie hat auch das, was KI-generierter Content erreichen kann, seine Grenzen. Denn sie wirft auch ganz reale Probleme auf, etwa Kontextfehler, ethische Bedenken und die Frage des Eigentums an Content, ergänzt durch einen deutlichen Mangel an Originalität, Kreativität und Verantwortlichkeit. Ganz zu schweigen vom Fehlen jener menschlichen Note, die Technologie schlichtweg nicht nachahmen kann.

Mangel an Kreativität

Künstliche Intelligenz kann schnell große Mengen an Content produzieren, doch dies basiert auf vorab geladenen Daten und stützt sich oft auf bereits vorhandene Vorlagen oder Algorithmen. KI-Tools erstellen im Grunde einen Mix aus Informationen, die von verschiedenen Websites und Quellen zusammengeklaubt wurden. Und gerade weil sie vorhandene Daten verwenden, sind diese Tools nicht in der Lage, sich frische Ideen oder originellen Content auszudenken. Sie sind nicht in der Lage zu denken, Punkt.

Die Ergebnisse können zudem ziemlich formelhaft sowie fade und repetitiv klingen. Ein KI-Programm kann zum Beispiel ohne mit der Wimper zu zucken tausend Produktbeschreibungen generieren. Aber wenn Sie auf einen frechen, aufmerksamkeitsstarken Slogan hoffen, werden Sie enttäuscht zurückbleiben.

Mangel an Originalität

Frei denkende Menschen (zumindest einige) sind mit der Vorstellungskraft ausgestattet, neue und originelle Ideen zu entwickeln. Einfach ausgedrückt: KI ist es nicht. Wir können unserem Schreiben Persönlichkeit und Stimme verleihen. KI kann das nicht. So intelligent und fortschrittlich sie auch sein mögen, Algorithmen können nur das tun, wofür sie programmiert wurden. An alle Entwickler da draußen: Bitte geben Sie nicht ‚die Weltherrschaft übernehmen‘ ein, nicht einmal als Scherz.

Sicher, Forscher arbeiten an KI, die kreativeren Content generieren kann, doch wir sind noch meilen- und jahrelang von etwas entfernt, das wirklich mit der Kreativität des menschlichen Geistes mithalten kann.

Mangel an Kontext

KI hat zudem den Ruf, mit Kontext zu kämpfen, besonders wenn es um kulturelle Feinheiten und gesellschaftliche Bezüge geht. Als Menschen können wir in der Regel erkennen, dass bestimmte Wortspiele, Memes oder Slangausdrücke, die in einem Land oder einer Gemeinschaft ins Schwarze treffen, in einer anderen vielleicht nicht so gut ankommen. Ein begrenzter Spielraum für das Verständnis kultureller Bezüge bedeutet natürlich auch einen begrenzten Spielraum, sie einzubinden – dabei sind sie genau die Art von Dingen, die Kommunikation relevant, fesselnd und wirkungsvoll machen.

Bedenken hinsichtlich Ethik und Voreingenommenheit

KI ist außerdem von erheblichen Bedenken hinsichtlich Ethik und Voreingenommenheit umgeben. Selbstverständlich haben Algorithmen nicht das Ziel, voreingenommenen, verletzenden, schädlichen, vorurteilsbehafteten oder diskriminierenden Content zu produzieren. Sie haben keinen Verstand, keine Meinungen, keine Vorlieben für das eine oder das andere. Dennoch ist KI-generierter Content nur so transparent und unvoreingenommen wie die Daten, mit denen das System trainiert wird. Und weil sie gedankenlos vorhandene Informationen zusammentragen und wiederholen, die selbst möglicherweise nicht überprüft wurden (oder sogar absichtlich erstellt wurden, um Voreingenommenheit zu verewigen), sind KI-Content-Generatoren anfällig dafür, Vorurteile und Diskriminierung zu verbreiten und zu verstärken.

Nehmen wir ein einfaches Beispiel. Ein KI-Programm könnte darauf ausgelegt sein, Metriken wie Engagement oder Klickraten zu priorisieren, doch dies könnte durchaus auf Kosten von Genauigkeit oder Relevanz gehen.

Oder sagen wir, ein KI-System wurde mit einem Datensatz trainiert, in dem eine bestimmte Gruppe oder ethnische Zugehörigkeit nicht ausreichend repräsentiert ist. Folglich ist es nicht weit hergeholt, sich vorzustellen, dass der resultierende Content eine Voreingenommenheit gegenüber dieser Gruppe oder ethnischen Zugehörigkeit zeigen könnte.

Tatsächlich mangelt es nicht an Herausforderungen …

KI-generierter Content steht auch vor zahllosen anderen Herausforderungen, etwa einem Mangel an Genauigkeit – Fakten und Zahlen könnten zum Beispiel veraltet sein. Wir haben die unbeabsichtigte Verbreitung von Fehlinformationen, Fake News und Propaganda bereits angesprochen. Dann gibt es die völlige Unfähigkeit, inspirierenden und ausdrucksstarken Content zu produzieren, der Zielgruppen auf emotionaler Ebene anspricht. Und eine potenziell schädliche Anfälligkeit für Plagiate, denn auch hier greift KI auf vorhandene Quellen zurück.

Und schließlich ist da noch die Tatsache, dass Suchmaschinen-Crawler KI-generierten Content nicht besonders mögen. Im Februar 2023 veröffentlichte Google beispielsweise eine aktualisierte Reihe von Richtlinien, die den Schwerpunkt auf „hilfreiche Inhalte legen, die von Menschen für Menschen geschrieben werden.“

Wenn es um automatisch generierte Inhalte geht, ist unsere Leitlinie seit Jahren konsistent. Der Einsatz von Automatisierung – einschließlich KI – zur Generierung von Inhalten mit dem primären Zweck, das Ranking in Suchergebnissen zu manipulieren, ist ein Verstoß gegen unsere Spam-Richtlinien.“

Die unverzichtbare Rolle der menschlichen Note

KI-generierter Content kann ein nützliches Werkzeug sein, um in Windeseile Unmengen an Content zu produzieren, doch das ist nicht ohne Herausforderungen zu haben. Schließlich müssen wir bedenken, dass wir über nichts weiter als eine Maschine sprechen. Und allzu oft klingt der fertige Content genau so.

Hochwertiger Marketing-Text hingegen ist die Kunst der Überzeugung: an den richtigen Fäden zu ziehen, um den Verbraucher Ihrem Willen zu beugen. Ob diese Fäden in Form von Markenpersönlichkeit, Humor, Erkenntnis, Begeisterung, Emotion oder Empathie daherkommen – sie alle haben eines gemeinsam: die menschliche Note.

„Nur Menschen besitzen die Fähigkeit, sich auf einer persönlichen Ebene mit Zielgruppen zu verbinden. Nur Menschen können sich in die Lage der Zielgruppe versetzen und deren Bedürfnisse, Wünsche und Schmerzpunkte verstehen. Nur Menschen können überzeugenden Content schaffen, der ankommt, fesselt und Beziehungen aufbaut.“

Indem wir auf unsere eigenen Erfahrungen, Emotionen und Perspektiven zurückgreifen, können Menschen kreative Techniken einbringen, um die Aufmerksamkeit des Lesers zu gewinnen und zu halten. KI hingegen kann schlichtweg keinen Content gestalten, der die Menschen direkt anspricht, Emotionen entfacht und Zielgruppen zum Handeln bewegt. Um wirklich wirkungsvollen Content zu produzieren, müssen wir daher die Effizienz der KI mit der Kreativität des menschlichen Geistes verbinden.

So bewahren Sie die menschliche Note in Ihrem Content

Was Sie von KI erhalten, ist niemals das Ende des Prozesses, sondern erst der Anfang. Die eigentliche Arbeit besteht darin, diesen Rumpf an Content durchzugehen und ihn auf Ihren Markenton, Ihre Zielgruppen und Ihre Botschaften zuzuschneiden. Genau deshalb ist menschliche Aufsicht so unverzichtbar: Nur Sie können die Persönlichkeit einbringen, die Ihren Content authentisch wirken lässt.

Beseitigen Sie die Wiederholungen

Beim Kombinieren dessen, was im Grunde eine Reihe kurzer Sätze ist, können sich KI-Content-Generatoren oft der Wiederholung bestimmter Wörter oder Phrasen schuldig machen. KI-Content-Generatoren können daher etwas unnatürlich klingen. KI-Content-Generatoren können sogar roboterhaft klingen. KI-Content-Generatoren brauchen daher Hilfe, um mehr

nun ja … menschlich zu klingen. Richtig?

Lassen Sie es fließen

Seien wir ehrlich, KI-generierter Content kann abgehackt klingen. Er neigt dazu, einfache Wörter wie ‚es‘ und ‚der‘ zu überstrapazieren. Und wie wir gerade festgestellt haben, kann er eine deutliche Vorliebe für kurze Sätze zeigen, die nicht immer fließen. Deshalb lohnt es sich, ihn durchzugehen, um natürliche Übergänge hinzuzufügen oder Kommas zu verwenden, um den einen oder anderen Satz zu verlängern. Alles, was hilft, ein flüssigeres, lesbareres, menschlicher klingendes Stück zu schaffen.

Überprüfen Sie die Fakten

Da KI-Schreibtools den Text, den sie generieren, nicht wirklich verstehen, kann man kaum erwarten, dass sie ihn auch auf Fakten überprüfen. Außerdem sind sie nicht immer auf dem neuesten Stand mit (***gratuierter kultureller Verweis-Alarm***) alles überall gleichzeitig. Liegen Sie bei der falschen Art von Fakten daneben, riskieren Sie zumindest Ihre Glaubwürdigkeit.

Machen Sie es persönlich

Jeder kann ein paar Prompts eingeben und etwa einen Blog oder eine Produktbeschreibung erstellen. Es ist einfach. Es ist schnell. Aber im Allgemeinen wird es wahrscheinlich auch generisch, fade und unpersönlich sein. KI-Content basiert auf Algorithmen und entbehrt folglich der Persönlichkeit. Hier kommen Sie ins Spiel. Sie könnten damit beginnen, zentrale ‚markentypische‘ Wörter oder Phrasen hinzuzufügen, bevor Sie Branchenwitze, Zitate von Kollegen oder Fachkollegen oder andere relevante Akzente einweben, die den Content einzigartig für Sie machen.

Fügen Sie einen Standpunkt hinzu

KI kann die Statistiken, die Fakten und die Zahlen darlegen (aber angesichts dessen, was wir oben behandelt haben, vergessen Sie nicht, sie zu überprüfen). Was sie nicht kann, ist sie zu nutzen, um eine Meinung zu bilden. Deshalb wird ein wirklich abgerundeter, natürlich klingender Text Ihren einzigartigen Standpunkt widerspiegeln, basierend auf Ihrem persönlichen Wissen und Ihren Erfahrungen,

Fazit: KI braucht Sie

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Bitte fassen Sie eine lange Geschichte kurz

KI eignet sich hervorragend, um schnell und effizient große Mengen an Text zu produzieren. Sie eignet sich hervorragend, um Schreibblockaden zu überwinden. Und sie eignet sich hervorragend, um relevante Ideen für neue Content-Stücke zu generieren. Doch sie stößt auch auf eine Reihe von Grenzen und potenziellen Problemen und es fehlt ihr an jener menschlichsten aller Eigenschaften: Kreativität.

Diese Grenzen unterstreichen die unverzichtbare Rolle der menschlichen Aufsicht. Indem wir die Stärken von KI und menschlicher Expertise kombinieren, können wir hochwertigen Marketing-Content produzieren, der genau, fesselnd und überzeugend ist.

Betrachten Sie KI-generierten Content als einen Marmorblock, den Sie dann nach Ihrem Plan oder Ihrer Vision formen.

Hochwertiger Content wird immer gefragt sein, ebenso wie die Content-Autoren und Marketer, die ihn produzieren können. Und obwohl KI-generierter Content einige Jobs (oder einige Aspekte einiger Jobs) ersetzen mag, eröffnet er auch neue Möglichkeiten für die Content-Kuratierung und -Bearbeitung.

All das bedeutet, dass KI eher ein Werkzeug als eine Bedrohung ist. Und um den wirkungsvollsten Content überhaupt zu erstellen, sollten die Verantwortlichen KI als Ihren Assistenten betrachten, nicht als Ihren Ersatz.