Die große Verlangsamung treibt den großen Wettlauf an, während Shopify und BigCommerce aggressiv B2B-Funktionen vermarkten, die möglicherweise nie marktreif sein werden.
Laut einer unabhängigen Studie, veröffentlicht in ScienceDirect, 2024, ist „das Verständnis der entscheidenden Unterschiede zwischen B2B- und B2C-Plattformen für kleine und mittlere Unternehmen unerlässlich, um wirksame digitale Strategien zu entwickeln. B2B-Plattformen können eine andere Dynamik haben, oder B2C-Strategien gelten möglicherweise nur für bestimmte Arten von B2B-Plattformen.“ Die Forscher merkten außerdem an, dass es entscheidend sei, beim Vergleich von B2C- und B2B-E-Commerce-Plattformen einen „falschen Analogieschluss“ zu vermeiden.
Im Klartext: Shopify und BigCommerce sind nicht für die komplexe B2B-Welt gebaut. Trotz erheblicher Investitionen bleiben ihre Produkt-Roadmaps in einfacheren B2C-Rahmenwerken verankert.
Genauer gesagt haben Shopify und BigCommerce in vielerlei Hinsicht Schwierigkeiten, die Erwartungen von B2B-Käufern zu erfüllen:
arrow_forwardShopify und BigCommerce bieten nur oberflächliche B2B-Funktionen. Diesen Plattformen fehlen tiefe ERP-Integrationen oder B2B-Anforderungen wie fortschrittliche vertraglich vereinbarte Preise und ausgeklügelte Kontostrukturen.
arrow_forwardB2C-Plattformen verfolgen eine „Einheitsgröße für alle“-Mentalität. Es stimmt, dass diese Lösungen bei hochvolumigen, verbrauchergesteuerten Transaktionen glänzen. Doch B2B-Käufer benötigen anspruchsvolle, maßgeschneiderte Erlebnisse, Genehmigungs-Arbeitsabläufe und Funktionen für Großbestellungen, die sich nicht einfach hinzufügen (oder anstecken) lassen.
arrow_forwardB2C-orientiert bedeutet begrenzte Skalierbarkeit. B2B-E-Commerce bedeutet, regionenübergreifende, mehrstufige Vertriebsnetze mit vertraglich vereinbarten Preisen, komplexen Produktkatalogen und lieferantenverwaltetem Bestand fachkundig zu steuern.
Und wenn es um ein wünschenswertes B2B-Käufererlebnis geht?
Laut einem McKinsey-Bericht aus dem Jahr 2024 bevorzugen inzwischen über 33 % der B2B-Käufer digitalen Self-Service oder Remote-Interaktionen gegenüber dem traditionellen persönlichen Verkauf.
Doch weder Shopify noch BigCommerce können anspruchsvolle B2B-Käufererwartungen erfüllen. Wenn es um B2B geht, sind ihre Produktpaletten schlicht nicht robust genug. Sie mögen zwar für kleine Unternehmen funktionieren, die ihre ersten Schritte im Online-Verkauf machen, doch diese beiden Lösungen sind nicht dafür gebaut, die wahre Komplexität des B2B-Handels auf Unternehmensebene zu bewältigen.