Für eine Marke, die seit über 90 Jahren Stiefel herstellt, hat R. M. Williams klare Vorstellungen davon, wofür sie steht. Das gilt auch für alle in der Firmenzentrale. Die Herausforderung für Maija Frankovich, Digital Experience Manager, war nicht ein Mangel an Ideen — sondern zu beweisen, welche davon die richtigen waren.
Vor vier Jahren ging R. M. Williams eine Partnerschaft mit Deloitte und Optimizely ein, um ein Experimentierprogramm von Grund auf aufzubauen. Das Ziel war kein bestimmter KPI. Es war etwas Schwierigeres: eine Kultur zu schaffen, in der Daten — und nicht die Meinung der bestbezahlten Person — Entscheidungen bestimmen. Für eine traditionsreiche Marke mit leidenschaftlichen internen Stakeholdern bedeutete das, Experimente zu nutzen, um langjährige Überzeugungen über die Marke, die Kunden und das, was online tatsächlich funktioniert, zu bestätigen oder zu widerlegen.
Das Programm hat sich seitdem von einem Kulturwandel zu einem Full-Trichter-Testing-Betrieb entwickelt. Das Team testet alles — von Homepage-Messaging und Kampagnenkonzepten bis hin zu umfassenden Redesigns der Produktseiten — und überwacht Engagement, Conversion und abgeschlossene Bestellungen bei jedem Experiment. Als R. M. Williams sein Boot-Discovery-Projekt startete, ein komplettes Redesign der Produkt- und Listingseiten, nutzte das Unternehmen Optimizely, um eine geführte Tour anzubieten, die Kunden auf der Reise mitnahm — mit positivem Engagement und einem Anstieg der abgeschlossenen Bestellungen, während frühere große Redesigns die KPIs einbrechen ließen.
Jetzt, da Opal AI bei Ergebniszusammenfassungen und Ideengenerierung hilft und eine KI-gestützte konversationelle Suche am Horizont steht, treibt R. M. Williams das Programm weiter voran. Aber Maijas Rat bleibt bodenständig: Habt keine Angst vor dem Scheitern, denn selbst ein verlorener Test bedeutet, dass ihr nicht das ganze Geld für die Entwicklung von etwas ausgegeben habt, das nicht funktioniert.