Wie viele Schritte sollte ein User Flow haben?
Die Antwort hängt stark von der Aufgabe, den Benutzertypen und Ihrer Branche ab.
Ein kürzerer User Flow bedeutet nicht unbedingt ein besseres Erlebnis als ein längerer User Flow, insbesondere wenn potenzielle Benutzerinteraktionen fehlen oder die Ziele der Benutzer zu stark vereinfacht werden.
Ein Landing-Page-User-Flow wird beispielsweise weniger komplex sein als der Onboarding-User-Flow für eine App, die sowohl eine Freemium- als auch eine kostenpflichtige Version anbietet.
User-Flow-Beispiel
User Flows können je nach Art der Website oder App, die Sie erstellen, viele verschiedene Formen annehmen. Bei einer E-Commerce-Website könnte ein typischer User Flow beispielsweise wie folgt aussehen:
- Der Benutzer startet auf der Startseite
- Von der Startseite aus klickt der Benutzer auf eine Kategorieseite
- Von der Kategorieseite aus klickt der Benutzer auf ein Produkt
- Von der Produktseite aus legt der Benutzer den Artikel in den Warenkorb
- Vom Warenkorb aus geht der Benutzer zum Checkout
- Vom Checkout-Bildschirm aus schließt der Benutzer den Kauf ab
In der Realität können Benutzer viele verschiedene Wege zum Kauf nehmen. Im obigen Szenario könnte der Benutzer beispielsweise zur Kategorieseite zurückkehren, um weitere Produkte anzusehen, anstatt direkt zum Warenkorb zu gehen. Oder er könnte die Suche nutzen, um auf der Site zu navigieren, anstatt sich durch die Site-Hierarchie zu klicken. Oder der Benutzer könnte über eine andere Seite als die Startseite einsteigen.
Da Benutzer viele verschiedene Wege nehmen können, werden User Flows häufig als Flussdiagramme mit Knoten für jeden der wichtigsten Navigationspfade modelliert. Ziel der User-Flow-Analyse ist es, die wichtigsten User Flows durch Ihre App oder Website zu identifizieren und Bereiche aufzuzeigen, in denen der Navigationsfluss verbessert werden kann.
Kostenlose User-Flow-Vorlagen zum Ausprobieren
Möchten Sie schnell mit Ihrer User-Flow-Map beginnen oder Hilfe finden, um auf Kurs zu bleiben? Es gibt zahlreiche kostenlose User-Flow-Vorlagen, die von Produktteam-Mitgliedern einiger der weltweit benutzerzentriertesten Unternehmen validiert wurden.
Hier sind einige unserer Favoriten:
Sie können auch spezialisierte Tools verwenden wie:
- Overflow – ein User-Flow-Diagramm-Tool, das Ihre importierten User-Flow-Designs animiert
- MockFlow – ein Brainstorming-Tool zur Visualisierung Ihrer Ideen, bevor Sie diese dokumentieren
- Timblee – ein UX-Planungstool, entwickelt für
Vergessen Sie nicht, undichte Datenstellen zu berücksichtigen
Das Sammeln von Daten zu jedem Schritt in Ihrem User Flow ermöglicht es Ihnen, zu bewerten, wie Ihre Benutzer durch Ihr Produkt oder Ihre Webseite navigieren. Trichter werden naturgemäß bei jedem Schritt kleiner, an dem Benutzer abspringen. Daten zeigen, wo Ihr Trichter „undicht" ist (mit einem hohen Prozentsatz an Personen, die zwischen den Schritten abspringen) und möglicherweise Hilfe benötigt.
Um die „Lecks" zu schließen, überlegen Sie, wo Sie Schmerzpunkte oder Reibung beseitigen können, wo Sie mehr Informationen anbieten und wo Sie Ablenkungen reduzieren und weniger anbieten sollten.
Auf einer E-Commerce-Website könnten Sie beispielsweise eine User-Flow-Analyse durchführen und feststellen, dass viele Personen den Warenkorb erreichen, aber ihren Kauf nicht abschließen. Indem Sie feststellen, dass Warenkorbabbruch ein Problem darstellt, können Sie beginnen, Hypothesen dafür zu generieren, warum Benutzer an dieser Stelle abspringen.
Es könnte sein, dass Ihre Versandkosten zu hoch sind und Benutzer einen Preisschock erleben. Oder vielleicht gibt es zu viele Felder zum Ausfüllen und Kunden verlieren das Interesse. Oder die Navigation ist nicht klar genug, um die nächste Aktion erkennen zu lassen.
Sobald Sie eine Hypothese aufgestellt haben, warum Ihr User Flow suboptimal ist, können Sie mit A/B-Testing Ihrer Ideen beginnen, um festzustellen, welche Änderungen sich positiv auf Ihren User Flow auswirken werden.
Wie A/B-Testing Ihren User Flow verbessern kann
A/B-Testing ist der Prozess, bei dem zwei verschiedene Versionen einer Site oder App miteinander verglichen werden, um anhand realer Daten festzustellen, welche besser abschneidet. A/B-Testing ist eine hervorragende Methode, um Hypothesen über Änderungen an Ihrer Site oder App zu validieren.
Indem Sie Ihre User Flows durchgehen, Verbesserungsmöglichkeiten identifizieren und verschiedene Ideen testen, können Sie Ihre Conversion-Raten kontinuierlich verbessern.