Wie eine für B2C entwickelte Plattform Ihrem Gewinn schaden kann…
Hersteller und Händler stehen täglich unter zunehmendem Druck, ihren Kunden ein überzeugenderes digitales Erlebnis zu bieten. Für die meisten Unternehmen ist eine solide B2B-E-Commerce-Plattform der richtige Weg. Doch die Bedürfnisse von B2B-Unternehmen lassen sich nicht mit jeder beliebigen E-Commerce-Lösung erfüllen. Komplexe Entscheidungsprozesse, große Transaktionen, diverse Stakeholder und lange Verkaufszyklen heben den B2B-Handel auf ein ganz anderes Niveau. Im Jahr 2024 zitierten Forscher Daten aus einer der ersten Peer-Review-Studien, die die Bedürfnisse des B2B-Handels mit denen von B2C-Unternehmen verglichen. Sie stellten fest: „Im Gegensatz zum B2C-Handel zeichnet sich der B2B-Handel durch längere Entscheidungszyklen, komplexere Beschaffungsprozesse und vielschichtige Organisationsstrukturen aus, was zusätzliche technologische und strategische Herausforderungen mit sich bringt.“ Lösungen, die nicht speziell für B2B entwickelt wurden, erfordern kostspielige Anpassungen, um diese Anforderungen zu erfüllen – und das oft nur unvollkommen, wenn überhaupt. Die Anforderungen steigen stetig. Analysten von Gartner prognostizieren, dass 2025 80 % der B2B-Verkaufsinteraktionen zwischen Lieferanten und Käufern über digitale Kanäle abgewickelt werden. Dennoch wächst die Attraktivität von B2C-Plattformen wie Shopify und BigCommerce weiter. Während die Innovationen von Branchengrößen wie Adobe, SAP und Salesforce nachlassen, vermarkten diese B2C-Plattformen aggressiv B2B-Funktionen, die noch nicht voll funktionsfähig sind. Wenn B2B-Unternehmen diesen Versprechungen Glauben schenken, könnten sie bald mit versteckten Kosten oder, noch schlimmer, mit verpassten Chancen konfrontiert werden. Denken Sie darüber nach, Shopify, BigCommerce oder eine andere B2C-basierte Lösung für Ihr B2B-Geschäft zu wählen? Hier sind fünf versteckte (und erhebliche) Kosten, die Sie berücksichtigen sollten. 1. Deutlich höhere Gesamtbetriebskosten (TCO)
Laut Experten der Boston Consulting Group können durch die Wahl speziell entwickelter B2B-Plattformen anstelle von B2C-Lösungen die Kosten für wichtige Aspekte des digitalen Handels, wie die Auftragsabwicklung, um 20–35 % gesenkt werden.
Dies liegt vor allem an dem enormen Aufwand an Anpassungen, der erforderlich ist, um B2C-Plattformen für komplexe B2B-Handelsumgebungen umzurüsten.
Zusätzliche Kosten, die zu höheren Gesamtbetriebskosten (TCO) einer unpassenden B2C-Lösung beitragen, umfassen einen höheren Verwaltungsaufwand, zusätzliche (und oft manuelle) Wartung sowie ständige Anpassungen, um sicherzustellen, dass selbst grundlegende Funktionen einwandfrei funktionieren. Auch die Implementierungszeiten können aufgrund des erforderlichen umfangreichen Anpassungsaufwands deutlich länger sein. Eine Gartner-Studie berichtete: Unternehmen, die einen modularen Ansatz für ihre Unternehmensanwendungen verfolgen, übertreffen die Konkurrenz bei der Implementierung neuer Funktionen um 80 %.