Gängige Anwendungsfälle für A/B-Tests
A/B-Testing ist die am wenigsten komplexe Methode zur Bewertung eines Seitendesigns und eignet sich für eine Vielzahl von Situationen.
Eine der häufigsten Anwendungen von A/B-Testing besteht darin, zwei sehr unterschiedliche Designrichtungen gegeneinander zu testen. Beispielsweise könnte die aktuelle Version der Startseite eines Unternehmens textintegrierte Handlungsaufforderungen (CTA) enthalten, während die neue Version den Großteil des Textes entfernt, dafür aber eine neue obere Leiste mit Werbung für das neueste Produkt enthält. Nachdem genügend Besucher auf beide Seiten geleitet wurden, kann die Anzahl der Klicks auf die jeweilige CTA-Version verglichen werden. Wichtig ist dabei, dass bei dieser Art von A/B-Test zwar viele Designelemente geändert werden, aber nur die Auswirkung des Gesamtdesigns auf das Geschäftsziel der jeweiligen Seite erfasst wird – nicht einzelne Elemente.
A/B-Testing ist auch als Optimierungsoption für Seiten nützlich, bei denen nur ein einzelnes Element zur Diskussion steht. Beispielsweise könnte ein Zoofachgeschäft durch einen A/B-Test auf seiner Site feststellen, dass 85 % mehr Nutzer bereit sind, sich für einen Newsletter anzumelden, der von einer Cartoon-Maus präsentiert wird, als für einen, der aus den Windungen einer Boa Constrictor hervorkommt. Wenn A/B-Testing auf diese Weise eingesetzt wird, wird häufig eine dritte oder sogar vierte Version der Seite in den Test einbezogen, was manchmal als A/B/C/D-Test bezeichnet wird. Das bedeutet natürlich, dass der Traffic auf der Site in Drittel oder Viertel aufgeteilt werden muss, sodass ein geringerer Prozentsatz der Besucher jede einzelne Site besucht.
Vorteile von A/B-Tests
Einfach im Konzept und Design, ist A/B-Testing eine leistungsstarke und weit verbreitete Testmethode.
Da die Anzahl der verfolgten Variablen gering gehalten wird, können diese Tests sehr schnell zuverlässige Daten liefern, da sie keinen großen Traffic-Umfang erfordern. Dies ist besonders hilfreich, wenn Ihre Site eine geringe Anzahl täglicher Besucher hat. Eine Aufteilung des Traffics in mehr als drei oder vier Segmente würde es schwierig machen, einen Test abzuschließen. Tatsächlich ist A/B-Testing so schnell und leicht zu interpretieren, dass einige große Sites es als ihre primäre Testmethode einsetzen und Testzyklen hintereinander durchführen, anstatt komplexere multivariate Tests zu verwenden.
A/B-Testing ist auch eine gute Möglichkeit, einem skeptischen Team das Konzept der Optimierung durch Tests näherzubringen, da es schnell die quantifizierbare Wirkung einer einfachen Designänderung demonstrieren kann.
Einschränkungen von A/B-Testing
A/B-Testing ist ein vielseitiges Werkzeug, und in Kombination mit einem durchdachten Experiment-Design und dem Engagement für iterative Test- und Redesign-Zyklen kann es Ihnen helfen, erhebliche Verbesserungen an Ihrer Site zu erzielen. Es ist jedoch wichtig zu bedenken, dass die Einschränkungen dieser Art von Test bereits im Namen zusammengefasst sind. A/B-Testing eignet sich am besten, um die Auswirkungen von zwei bis vier Variablen auf die Interaktionen mit der Seite zu messen. Tests mit mehr Variablen dauern länger, und A/B-Testing liefert keine Informationen über die Wechselwirkung zwischen Variablen auf einer einzelnen Seite.
Wenn Sie Informationen darüber benötigen, wie viele verschiedene Elemente miteinander interagieren, sind multivariate Tests der optimale Ansatz.
Multivariate Tests erklärt
Multivariate Tests verwenden denselben Kernmechanismus wie A/B-Testing, vergleichen jedoch eine größere Anzahl von Variablen und liefern mehr Informationen darüber, wie diese Variablen miteinander interagieren. Wie bei einem A/B-Test wird der Traffic auf einer Seite auf verschiedene Designversionen aufgeteilt. Der Zweck eines multivariaten Tests besteht darin, die Effektivität jeder Designkombination in Bezug auf das übergeordnete Ziel zu messen.
Sobald eine Site genügend Traffic erhalten hat, um den Test durchzuführen, werden die Daten jeder Variation verglichen, um nicht nur das erfolgreichste Design zu finden, sondern auch potenziell aufzudecken, welche Elemente die größte positive oder negative Auswirkung auf die Interaktion eines Besuchers haben.