Was ist App-Personalisierung?
App-Personalisierung ist der Prozess der Entwicklung einer mobilen App, um die Bedürfnisse bestimmter Zielgruppen zu erfüllen. Ähnlich wie andere Formen der Personalisierung zielt App-Personalisierung darauf ab, Nutzererlebnisse zu präsentieren, die auf ihre spezifischen Bedürfnisse zugeschnitten sind, anstatt ein breites, einheitliches Erlebnis für alle Nutzer zu bieten.
Warum ist App-Personalisierung wichtig?
Der App-Markt ist bereits sehr gesättigt und die Nutzererwartungen steigen. Stand Juli 2015 gibt es über 1,5 Millionen Apps im App Store und 1,6 Millionen Apps im Google Play Store. Sobald eine App ausgewählt und installiert wurde, werden 65 % der Nutzer sie löschen, wenn das erste Nutzungserlebnis negativ ist. Selbst nachdem eine App diese Hürde überwunden hat, hat die durchschnittliche Person etwa 65 Apps auf ihrem Smartphone, nutzt aber tatsächlich nur etwa 15 davon pro Woche.
Wie die obigen Statistiken zeigen, wird es immer wichtiger sicherzustellen, dass Ihre App ihren Nutzern ein großartiges Erlebnis bietet. Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Ihre App aus der Masse herausragt und Ihre Nutzer sie regelmäßig verwenden. Neben vielen anderen Maßnahmen wie App-Auffindbarkeit, Performance-Tests und vielem mehr ist mobile App-Personalisierung eine der besten Möglichkeiten, eine App zu erstellen, die Nutzer tatsächlich gerne verwenden.
Drei Ansätze zur App-Personalisierung
Bevor Sie ein personalisiertes Erlebnis für Ihre mobilen Nutzer schaffen können, müssen Sie zunächst Daten über sie sammeln, um ihre spezifischen Bedürfnisse und Wünsche herauszufinden. Sobald Sie über diese Kundendaten verfügen, können Sie fundierte Entscheidungen darüber treffen, welche Erlebnisse Sie anbieten möchten und welche Segmente Ihrer Nutzer bestimmte Erlebnisse erhalten.
Die Arten von Daten, die Sie über Ihre Nutzer sammeln können, um personalisierte Erlebnisse zu schaffen, lassen sich grob in drei Kategorien einteilen: demografisch, kontextuell und verhaltensbezogen.
Demografisches Targeting zielt darauf ab, herauszufinden, wer Ihre Nutzer sind, damit Sie ihnen maßgeschneiderte Erlebnisse bieten können. Sind Ihre Nutzer männlich oder weiblich? Welcher Altersgruppe gehören sie an? Was mögen und was mögen sie nicht? Das Sammeln dieser demografischen Informationen kann Ihnen helfen, das Erlebnis Ihrer App so anzupassen, dass für jeden Nutzer die relevantesten Inhalte angezeigt werden.
Demografische Daten können auf viele Arten gesammelt werden. Eine unkomplizierte Methode besteht darin, den Kunden einfach während des App-Onboarding-Prozesses zu fragen. Zum Beispiel kann ein Unternehmen, das maßgeschneiderte Autoteile verkauft, seine Nutzer fragen, welches Auto sie fahren, und dann nur Sonderangebote für relevante Autoteile anzeigen, wenn der Nutzer sich in der App anmeldet. Eine weitere Methode ist die Nutzung von Integrationen mit sozialen Plattformen wie Facebook, um demografische und Interessensinformationen über Ihre Nutzer abzurufen und dann zu wissen, welche relevanten Inhalte ihnen in der App angezeigt werden sollen.
Eine weitere Möglichkeit, Ihre Zielgruppe zu segmentieren, ist durch kontextuelles Targeting. Kontextuelles Targeting zielt darauf ab, Informationen darüber zu erhalten, welches Gerät der Nutzer verwendet, zu welcher Tageszeit er die App nutzt oder wo er sich aktuell geografisch befindet, um das App-Erlebnis zu personalisieren. Eine lokale Reise-App könnte zum Beispiel Restaurants in der Nähe des Standorts des Nutzers anzeigen, die noch geöffnet sind, oder eine E-Commerce-App könnte iPhone-Hüllen anzeigen, basierend darauf, dass der Nutzer ein iPhone verwendet.
Schließlich ist eine dritte Möglichkeit, personalisierte App-Erlebnisse zu liefern, das verhaltensbezogene Targeting. Beim verhaltensbezogenen Targeting wird das tatsächliche Verhalten des Nutzers genutzt, um sein App-Erlebnis anzupassen.
Wenn ein Nutzer beispielsweise in einer Shopping-App häufiger auf Schuhe als auf Socken klickt, kann die App sich in Echtzeit anpassen, um mehr Produkte anzuzeigen, die ihn interessieren könnten. Oder wenn der Nutzer ein bestimmtes Produkt zuvor gekauft hat, kann die App es automatisch anzeigen, wenn es das nächste Mal im Angebot ist. Da verhaltensbezogenes Targeting darauf basiert, wie Nutzer sich tatsächlich verhalten, ist es eine leistungsstarke Möglichkeit, das Erlebnis für App-Nutzer zu personalisieren.
App-Personalisierung & A/B testing
Mobiles A/B testing (eine Form von A/B Testing) kann in Verbindung mit App-Personalisierung eingesetzt werden, um Nutzern überlegene Erlebnisse zu bieten. Beim mobilen A/B testing und mobiler Personalisierung werden App-Nutzer zufällig auf die ursprünglichen und variierenden Erlebnisse verteilt, ohne zu wissen, dass sie Teil eines Tests sind.
Diese Methode kann verwendet werden, um Änderungen in jedem Aspekt einer Anwendung zu testen, bei dem ein messbares Ziel verbessert werden kann, einschließlich Benutzeroberfläche (UI), Onboarding-Flow, Inhalte, Messaging und vieles mehr. Sobald dann ein statistisch signifikantes Ergebnis erzielt wurde, können sie auf eine langfristige Personalisierungskampagne ausgerollt werden.
Zum Beispiel könnte der (fiktive) Einzelhändler Attic & Button einen Test seines Bekleidungsempfehlungssystems der App durchführen. Durch die Segmentierung der Ergebnisse dieses Tests stellen sie fest, dass männliche Käufer bevorzugt Empfehlungen für ähnliche Kleidung erhalten möchten, während sie stöbern (mehr Hemden, wenn sie Hemden durchsuchen), während Frauen typischerweise bevorzugen, Empfehlungen für passendes Zubehör zu erhalten (passende Schuhe, wenn sie nach einem Kleid suchen).
Der A/B-Test wird verwendet, um wertvolle Erkenntnisse über die Nutzer der App zu gewinnen, und diese Erkenntnisse können dann auf alle Nutzer angewendet werden, die in diese demografischen Gruppen fallen, durch App-Personalisierung.